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(Fertig-)Hausbau in der zweiten Lebenshälfte

(19.11.2018) Jeder vierte Bauherr eines Fertighauses ist über 50 - das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) hervor. Damit sind die Best Ager hinter Familien mit Kindern die wichtigste Kundengruppe der Fertighaushersteller. Warum das möglicherweise so ist, erklärt eine repräsentative Umfrage der Techniker Krankenkasse: Vier von fünf Deutschen möchten im eigenen Zuhause alt werden. „In der zweiten Lebenshälfte ändern sich die Wünsche und Ansprüche an das Wohnen. Deshalb möchten gerade dann viele Menschen noch einmal in ein exakt auf ihre Wünsche zugeschnittenes Eigenheim umziehen“, fasst BDF-Sprecher Christoph Windscheif zusammen.

  • Nicht zu klein und nicht zu groß,
  • modern geschnitten und komfortabel eingerichtet,
  • leicht zu pflegen und
  • barrierefrei zu bewohnen

... so sieht das Traumhaus / die Traumwohnung vieler (nicht nur) älterer Bauherren aus. „Das Zauberwort beim Fertigbau heißt ‚Konfigurieren‘. So ähnlich wie beim Auto können Bauherren ihr neues Zuhause individuell gestalten und ausstatten - und das geht auch im fortgeschrittenen Alter noch ganz problemlos“, so Windscheif.

Ein ebenerdiger Bungalow bietet gute Voraussetzungen für das Älterwerden in den eigenen vier Wänden. (Foto © BDF/WeberHaus) 

Weitere Besonderheiten von 50+Häusern sind technische Hilfsmittel wie automatische Belüftungsanlagen, Saugroboter oder ein elektrischer Sicht- und Sonnenschutz an den Fenstern - eingebunden in ein Smart Home-System, das mehr Komfort, aber auch mehr Sicherheit verspricht. Gerade bei älteren Menschen sei das Sicherheitsbedürfnis ohnehin stärker ausgeprägt, so der BDF-Sprecher.

Beim Grundriss planen Bauherren fortgeschrittenen Alters außerdem gerne ein Extra-Zimmer ein. Das kann zunächst als Gästezimmer und später als Unterkunft für eine häusliche Pflegekraft genutzt werden. „Oder wenn noch etwas mehr Spielraum zur Verfügung steht, kann auch eine separate Einliegerwohnung mit eingeplant werden. Die bietet beste Voraussetzungen für das heute wieder gefragte Mehrgenerationenwohnen unter einem Dach“, sagt Windscheif. Wer diese Voraussetzungen schon in der ersten Lebenshälfte schaffe, brauche dann in der zweiten Lebenshälfte womöglich nur noch innerhalb des Hauses umzuziehen.

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