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Ergebnis des Forschungsprojekts „Fugen in Flugbetriebsflächen“: Vergussmasse auf PMMA-Basis


  

(2.12.2021) Zu den sensiblen Bereichen von Flughäfen gehören u.a. die Flugbetriebsflächen, die lange unterhaltsarm und instandsetzungsfrei genutzt werden sollen. So wird beispielsweise durch bewusste Fugen in diesen Betonflächen ein unkontrolliertes Auftreten von Rissen verhindert. Deren Verguss erfolgte lange Zeit mit kalt oder heiß verarbeitbaren Fugenfüllstoffen, die allerdings nur eine vergleichsweise kurze Lebensdauer aufweisen.

Vor diesem Hintergrund wurde das ZIM-For­schungs­projekt „Fugen in Flugbetriebsflächen“ ins Leben gerufen - federführend waren Dr.-Ing. Andreas Gerdes von der Hochschule Karlsruhe sowie die SANCON GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Nico Wolf, in Kooperation mit der WestWood Kunststofftechnik GmbH.

Ziel des Projektes war die Entwicklung einer neuen Generation von Fugenfüllstoffen auf PMMA-Basis. Diese sollten sich auch unter widrigen Bedingungen - wie z.B. tiefen Temperaturen und hohen chemisch-physikalischen Bean­spru­chun­gen - durch eine lange Lebensdauer auszeichnen. Und um mit den begrenzten verkehrsfreien Zeiten in der Nacht für Wartungsarbeiten auskommen zu können, war eine schnelle Verarbeitbarkeit eine weitere Anforderung an das neue Material.

Fotos vom Flughafen Leipzig © WestWood 


  

Am Ende des gemeinsamen Entwicklungsprozesses steht nun mit Wecryl 813 eine neuartige PMMA-Vergussmasse zur Verfügung, die speziell zum Vergießen von Betonfugen auf Flughafengeländen gedacht ist: Die kurze Aushärtungszeit (ca. 30 Minuten) verkürzt Sperrzeiten - und dies bei Untergrundtemperaturen ab +3°C. Zum Vergleich: herkömmliche Fugenverguss-Materialien benötigen in der Regel 24 bis 48 Stunden bis zur vollen Belastbarkeit.

Die Verarbeitung herkömmlicher Fugenverguss-Materialien setzt zudem zwingend eine gleichmäßige Grundierung für ausgeglichene Haftungsbedingungen voraus. Bei unzureichender Grundierung sind erfahrungsgemäß Haftungsstörungen, insbesondere im Bereich der Fugen-Flanken, die Folge. Die Wecryl 813-Ver­guss­mas­se auf PMMA-Basis kann hingegen direkt ohne vorherige Grundierung auf den Beton appliziert werden. Dies gilt auch für die anspruchsvollen Bereiche der Fugen-Flanken. Der Entfall dieses Arbeitsschrittes erhöht nicht nur die Verarbeitungsgeschwindigkeit, sondern auch die Verarbeitungssicherheit.

Wie das Untersuchungsprogramm der HS Karlsruhe ergab, bleibt zudem die speziell entwickelte Rezeptur über einen Temperaturbereich von -20°C bis +50°C vollständig funktionsfähig.

Weitere Informationen zu Wecryl 813 Vergussmasse können per E-Mail an WestWood angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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