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So duscht Deutschland während der Energiekrise

(18.1.2023) Energiesparen ist das Gebot der Stunde. Doch duschen die Deutschen deswegen kürzer, kälter oder gar nicht? Dieser Fragestellung ist die Hansgrohe Group gemeinsam mit YouGov in einer repräsentativen Umfrage unter 3.442 Teilnehmern zwischen dem 12. und 20. Oktober 2022 nachgegangen.

Grundsätzliche Bereitschaft zum Wasser- und Energiesparen

45% der Deutschen sind demnach bereit, beim Duschen Energie zu sparen. Dafür würden 69% kürzer duschen, 32% würden den Hahn kälter drehen. 44% der Befragten stellten bereits das Wasser ab, während sie Shampoo, Duschgel und Co. nutzen.

Schlusslicht im Bundesländervergleich ist Mecklenburg-Vorpommern (33%). Auch die Hauptstädter haben eine vergleichsweise geringe Bereitschaft, kürzer und/oder kälter zu duschen (Berlin: 40%). Ein positives Signal für die Zukunft: Mit 53% sind vor allem die 18- bis 24-Jährigen bereit, ihr Duschverhalten an die Energiekrise anzupassen.

Duschen, heizen oder Auto waschen?

Bevor es an die Wassertemperatur geht, drehen die Deutschen lieber die Heizung runter: Die Hälfte der Befragten (50%) nähme als Beitrag zur Energiekrise eine kältere Wohnung in Kauf, nur 29% würden lieber am Temperaturregler der Duscharmatur drehen. Und auch wenn das Auto gerne als des Deutschen liebstes Kind bezeichnet wird: Wenn Wasser gespart werden muss, dann lieber beim Autowaschen als beim Duschen.

Allerdings: Bei faktischer Wasserknappheit in der eigenen Region würden 71% der Befragten ihre Duschhäufigkeit reduzieren. Und für immerhin fast die Hälfte (48%) aller Deutschen wäre die „Katzenwäsche“ mit dem Waschlappen eine Alternative zum Duschen. Eine besonders hohe Akzeptanz hat der klassische Waschlappen bei den über 45-Jährigen sowie in Rheinland-Pfalz und Berlin.

Interesse? Ja! Konkrete Taten? Eher nein!

74% halten das Thema „Energiekrise“ für wichtig. So geht es auch 69% beim Thema „Wasser sparen“. Mehr als die Hälfte der Befragten (55%) interessiert sich für ihren Wasserverbrauch beim Duschen. Allen voran die Menschen aus Baden- Württemberg: Im Ländle sagen das sogar 63% von sich. Dennoch sprechen nur 16% der Deutschen sehr häufig innerhalb der Familie oder mit Freunden über das Thema „Wassersparen beim Duschen“. Immerhin 48% ist eine Wasserverbrauchsanzeige wichtig. Lediglich 21% der Deutschen planen wiederum, ihren Duschkopf gegen ein Wasser- und Energiesparmodell zu tauschen - trotz des Aufrufs zur Energiewende und der steigenden Energiepreise.

Eine große Mehrheit möchte sich auch nicht einer staatlichen Reglementierung unterwerfen: 72% lehnen eine grundsätzliche Vorgabe zum Wassersparen seitens der Politik ab. Bedenken kommen hier vor allem aus Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen und Rheinland-Pfalz.

Warmwassererzeugung hauptsächlich über Gas

Kommt die Energie für Warmwasser aus erneuerbaren oder konventionellen Energiequellen? Auch das hat mit Blick auf die CO₂-Emissionen einen Einfluss darauf, wie nachhaltig das Duschvergnügen ist. Die Befragten haben angegeben, dass Gas mit 42% an der Spitze ihrer Warmwassererzeugung steht, gefolgt von Strom (22%) und Öl (12%). Auf alternative Energien und Erdwärme entfallen jeweils 6 Prozent.

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