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Energieautarke, digitale Services für (halb-)öffentliche Sanitärräume à la Hansa


  

(26.7.2022) Sanitäre Anlagen in (halb-)öffentlichen Bereichen können gute Vorbilder für eine sinnvolle Vernetzung und Digitalisierung von Immobilien sein. Dabei sollte ein umfassender digitaler Service nicht nur der Nutzer- und Trinkwasserhygiene dienen, sondern auch der Nachhaltigkeit zugutekommen. Die Lösung: Echtzeitinformationen, die auf direktem Wege von elektronischen wie auch manuellen Entnahmestellen gesendet werden. Denn häufig werden notwendige Aufgaben wie Stagnationsspülungen innerhalb eines Gebäudes oder einer Liegenschaft noch manuell und damit zeitraubend mit hohem Wasserverbrauch erledigt. Auch auftretende Probleme an den einzelnen Armaturen können meist nur zeitverzögert nach Meldung von Nutzern behandelt werden.

Vor diesem Hintergrund will Hansa künftig verschiedene Tools anbieten, die dazu beitragen können, die Trinkwasser- und Nutzerhygiene in Sanitärräumen zu verbessern und Ressourcen zu schonen. Das Service-Angebot soll nach dem Launch Mitte 2022 sukzessive erweitert werden. Davon profitieren könnten im Wesentlichen drei Gruppen:

  • das Wartungs- bzw. Reinigungspersonal,
  • Betreiber/Inhaber der Immobilie und
  • die Nutzer.

Zur Erinnerung: Werden Gebäude nicht oder nur eingeschränkt genutzt, stellt dies ein hohes Gefährdungspotenzial für die Trinkwasserhygiene dar, weil das Wasser in der Trinkwasser-Installation stagniert. Dadurch kann die Anzahl der Bakterien eine kritische Wachstumsgrenze überschreiten. Mit Hilfe von Stagnationsspülungen kann in den Leitungen stehendes Wasser spätestens alle 72 Stunden - wie in der VDI/DVGW 6023 gefordert - schnell und einfach ausgespült werden - siehe auch Magazin-Seite zur Trinkwasserverordnung / Trinkwasserhygiene.

Eine händische Umsetzung von Stagnationsspülungen ist für Gebäudebetreiber mit hohem Personal- und Zeitaufwand verbunden: Die Armaturen müssen manuell geöffnet und dann wieder geschlossen werden. Um die erforderlichen hohen Fließgeschwindigkeiten zu erhalten, sollte dies im besten Fall bei allen Armaturen gleichzeitig geschehen. Das ist nicht nur sehr zeit-, sondern auch ressourcenintensiv: Ohne Kenntnis über die tatsächliche Nutzung der Armaturen werden auch viele unnötige Spülungen vorgenommen.

Echtzeit-Daten und Informationskanal

Die Herzstücke der digitalen Services sind kleine Datenboxen, die dank eingebauter Turbine energieautark arbeiten und sich somit ohne elektrische Verkabelung unter dem Waschtisch installieren lassen. Hier sammeln sie Echtzeit-Daten während des Betriebs der Armatur und übertragen sämtliche Informationen in eine Service Cloud, wo sie über eine App abgerufen werden können. Dadurch lassen sich für das Wartungsteam über mobile Daten entsprechende Details zum Wasserfluss und zu eventuell anstehenden Stagnationsspülungen ableiten. Darüber hinaus melden die Datenboxen Reparaturbedarf mit genauer Lokalisierung der Störung. Nutzer der Armatur erhalten Echtzeit-Feedback zur angemessenen Dauer und Technik der korrekten Handreinigung, was einer Ansteckung mit Krankheiten vorbeugt. Ebenso können sich Gebäudebetreiber über den Wasserverbrauch jeder einzelnen verbundenen Entnahmestelle informieren. Ein zentrales Merkmal dieser Services: Sie sind sowohl mit elektronischen als auch mit manuellen Armaturen kompatibel.

Smarter Spiegel hilft beim Händewaschen

Laut WHO werden 80% aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen - daher steht als erste Anwendung ein smarter Spiegel zur Verfügung. Der digitale Spiegel kann über dem Waschbecken platziert werden und sorgt durch eine Schritt-für-Schritt Anleitung für das korrekte Prozedere beim Händewaschen. In Kindergärten unterstützt die Visualisierung des Vorgangs zum Beispiel die Einhaltung des vorgegebenen Zeitfensters und hilft, das richtige Einseifen und Dauer der Handwäsche spielerisch in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Auch Pflegeeinrichtungen sollen davon profitieren können. In Sanitärräumen mit einer hochfrequenten Nutzung, wie in Bürogebäuden, Flughäfen oder Gastronomien, soll sich durch die verstärkte Handygiene infolge der Nutzung des smarten Spiegels die Ansteckungsgefahr verringern lassen.

Energieautark dank integriertem Wasserkraftwerk

Die digitalen Services von Hansa können mit den bereits vorhandenen Armaturen eingesetzt werden und benötigen weder einen Stromanschluss noch Batterien, da sich die Messeinheiten selbst mit Strom über eine wasserbetriebene Turbine versorgen.

Weitere Informationen zu den digitale Services können per E-Mail an Hansa angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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