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TÜV: Wassersparende Armaturen nicht immer sinnvoll

(6.8.2018) Beim Kauf von Armaturen für Küche oder Bad stehen Verbraucher wie auch Planer vor einer riesigen Auswahl. Diese reicht ...

  • von Retroausführungen aus verchromtem Messing mit Kalt- und Warmgriffen
  • über modern-kühle Edelstahlarmaturen mit einfachem Hebel
  • bis zu Elektronik-Armaturen.

Als Oberfläche eignen sich Edelstahl und Chrom - wobei Edelstahlarmaturen als langlebiger gelten und daher teurer sind. Im Innern der Armatur sollte eine Keramikkartusche den Wasserfluss regeln. Diese verspricht ein hohes Maß an Dichtheit, ist vergleichsweise verschleißarm und sollte über eine lange Zeit leichtgängig sein. Bei Einhandmischern sind Keramikkartuschen Standard, in Zweigriffarmaturen werden auch Gummidichtungen verwendet. „Auch die Verarbeitung bestimmt die Qualität“, betont zudem Martin Fries, Produktprüfer bei TÜV Rheinland. Qualität lässt sich überdies am Prüfzeichen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW-Cert) erkennen. TÜV Rheinland zertifiziert darüber hinaus besonders geräuscharme Armaturen.

Foto aus dem Beitrag „0,60 l/min: Schweizer entwickeln sparsamste Armatur der Welt“ vom 11.11.2013

Wasserspar-Armatur: Lieber am Waschbecken als in der Dusche

Insbesondere im Badezimmer sind wassersparende Armaturen mit eingebautem Durchflussbegrenzer beliebt. Solche Armaturen sollten allerdings nur dort zum Einsatz kommen, wo der Wasserdruck in der Leitung auch stark genug ist. Und für eine Dusche sei eine wassersparende Armatur eher nicht zu empfehlen: „Ist der Leitungsdruck nicht hoch genug, würde eine Wasserspar-Armatur die Wassermenge noch zusätzlich drosseln. Hier ist ein wassersparender Duschkopf sinnvoller", empfiehlt Martin Fries. Im Zweifelsfall sollte für Beratung und Einbau ein Installateur hinzugezogen werden.

Keine aggressiven Antikalkreiniger benutzen!

„Es reicht vollkommen, Armaturen nach dem Gebrauch abzutrocknen, um etwa Kalkflecken zu vermeiden“, rät der Experte. Essig- und säurehaltige Reinigungsmittel sind zu vermeiden. Diese lassen Edelstahloberflächen ermatten, greifen zudem verchromte Oberflächen und unter Umständen das Innenleben der Armatur an.

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