Verkehrsanlagenplanung für neues Werftquartier in Bremerhaven
(25.2.2026) Die Sweco GmbH wurde von der BIS – Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsforderung und Stadtentwicklung mbH mit den Planungsleistungen für den ersten Teil der Verkehrsanlagen im neuen Werftquartier beauftragt. Das neue Werftquartier soll in Bremerhaven einen neuen, nachhaltigen Stadtteil bilden – Planungsbeginn war 2025, voraussichtliches Ende der Entwurfsplanung Mai 2026.
Nachhaltiges Zukunfts-Quartier
Auf einem rund 140 ha großen Gelände im Bereich des nördlichen Fischereihafens ist ein neues, zukunftsweisendes Quartier geplant, das Arbeiten, Wohnen, Erholung sowie Forschung und Entwicklung miteinander verbindet. Das Gebiet ist durch die ehemalige gewerbliche und industrielle Nutzung geprägt und wird schrittweise zu einem lebendigen, gemischt genutzten Quartier entwickelt. Dabei werden die angrenzenden Stadtteile Geestemünde und Wulsdorf räumlich und strukturell enger miteinander verknüpft. Geplant sind Wohnflächen für etwa 6.000 Menschen sowie rund 4.000 Arbeitsplätze.
Verkehrsraumplanung für die Mobilitätswende
Im neuen Werftquartier spielt Nachhaltigkeit eine maßgebende Rolle. Ein besonderer Fokus wird bei der Planung der Verkehrsanlagen auf eine klimaangepasste Verkehrsraumplanung, die Berücksichtigung der Mobilitätswende sowie die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten und BIM gelegt. Ziel ist es, zukunftsorientierte, moderne Verkehrsanlagen für eine barrierefreie und klimafreundliche Mobilität unter Berücksichtigung nachhaltiger Bauweisen zu konzipieren.
Die zukunftsweisenden Voraussetzungen für eine lebenswerte und klimagerechte Stadtentwicklung werden durch viele Grünflächen, möglichst wenig Versiegelung, ein durchgehendes, klar gekennzeichnetes Radwegenetz mit Anschluss an das Stadtgebiet, Mobilitätshubs mit Carsharing-Angeboten und eine autoreduzierte Verkehrsführung geschaffen.
Ressourcenschonender Bau und klimafreundliche Materialien
Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung werden dabei ebenfalls beim Bau und auch für die Instandhaltung der Verkehrsanlagen im Vordergrund stehen: Umweltfreundliche, recyclingfähige Materialien sollen zum Einsatz kommen. Bestehende Baustoffe werden nach Möglichkeit wiederverwendet, hierzu soll ggf. eine digitale Materialdatenbank unterstützen und Transporte minimieren. Energieeffiziente Maschinen, emissionsarme Bauverfahren und solarbetriebene Infrastruktur sollen den ganzheitlichen Ansatz ergänzen.
Jens Wiesemann, Teamleiter Verkehr & Wasser bei Sweco in Bremen: „Wir freuen uns sehr, das innovative und nachhaltige Stadtentwicklungsprojekt mit unserer Expertise in der Verkehrsanlagenplanung zu begleiten. Unser Anspruch ist es, nicht nur klimafreundliche Mobilität zu ermöglichen, sondern auch die bauliche Umsetzung ressourceneffizient und emissionsarm zu gestalten. Mit einer durchdachten Verkehrsanlagenplanung fördern wir eine umweltschonende und multimodale Mobilität im neuen Werftquartier in Bremerhaven.”
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
- Stadtplanung und Architektur auf Baulinks
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