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Unipor mit erwartetem Absatzrückgang im ersten Halbjahr 2005

  • Kalter Spätwinter lässt Ziegel-Absatz sinken
  • "Mauerwerk-Industrie wieder auf Normalmaß zurück"

(13.8.2005) Einen "erwarteten Absatzrückgang" von 19,3 Prozent im Kernbereich Hintermauerziegel verzeichnet die Unipor-Ziegel-Gruppe im ersten Halbjahr 2005. Während im Vorjahres-Halbjahr noch 584,1 Millionen Ziegel-Normalformate (NF) verkauft werden konnten, so sind es heuer 471,1 Millionen. Das gab die Gruppe, zu der 22 Unternehmen gehören, am 12.8. in München bekannt. Als Gründe nennt Unipor die allgemein rückläufige Situation im Neubau-Markt sowie witterungsbedingte Produktions-Auszeiten im ersten Quartal aufgrund des kalten Spätwinters in den Hochburgen Bayern und Baden-Württemberg. Mit dem Absatz fiel auch der bereinigte Kernumsatz Mauerziegel im ersten Halbjahr um 14,2 Prozent auf insgesamt 38,5 Millionen Euro. Unipor rechnet jedoch damit, dass der "saisonale Kaltstart" bis Jahresende weitgehend aufgeholt werden kann - und sieht sich insgesamt gut aufgestellt: So werde weiterhin bundesweit jedes achte Haus mit Unipor-Ziegeln errichtet.


Laut Statistischem Bundesamt wurden in 2004 insgesamt 278.000 Wohneinheiten neu gebaut. Für 2005 rechnet die deutsche Bauindustrie nach offiziellen Angaben mit einem Rückgang um 13,7 Prozent auf rund 240.000 Wohneinheiten. Damit ist der zwischenzeitliche "Eigenheim-Boom" der Jahre 2003 und 2004 endgültig beendet. Dieser war entstanden, weil viele Bauwillige ihren Hausbau vorgezogen hatten, um noch in den Genuss der "alten" staatlichen Eigenheimzulage zu kommen. "Wie von uns zu Jahresbeginn prognostiziert, sind diese Vorzieh-Effekte nun vorbei. Wer vorzeitig bauen konnte, hat dies in den letzten beiden Jahren bereits getan", stellt daher Unipor-Geschäftsführer Dr. Thomas Fehlhaber (siehe nächstes Bild) bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen in München fest.

Die allgemeine Entwicklung führt jetzt auch bei Unipor zu rückläufigen Ergebnissen:

  • So erzielte die Gruppe im ersten Halbjahr 2005 einen bereinigten Gesamtumsatz von 48,8 Millionen Euro - ein Rückgang von 20,3 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Halbjahr (61,2 Mio.).
  • Im Kernbereich Hintermauerziegel sank der Umsatz um 14,2 Prozent auf 38,5 Millionen (Vorjahr: 44,9 Mio.).
  • Zur gleichen Zeit ging der Absatz von 584,1 Millionen Ziegel-Normalformate (NF) auf jetzt 471,1 Millionen zurück, was ein Minus von 19,3 Prozent bedeutet.

"Mit diesen Zahlen liegen wir ziemlich genau im Trend der gesamten Mauerwerk-Industrie, die momentan wieder auf Normalmaß zurecht gestutzt wird", wertet Fehlhaber das Ergebnis. Er weist darauf hin, dass nahezu alle Wandbaustoff-Hersteller in den vergangenen beiden Jahren Absatz- und Umsatz-Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich verzeichnen konnten, die jetzt mit Ende des "Eigenheimzulage-Booms" naturgemäß wieder verschwinden. So konnte auch Unipor noch im Vorjahres-Halbjahr 2004 ein Umsatzplus von 17,7 Prozent vermelden.

Negativ auf das Ergebnis wirkte sich zudem der kalte Spätwinter aus, der ab Ende Januar in Bayern und Baden-Württemberg vorherrschte. "Im ersten Quartal fand damit in unseren süddeutschen Hochburgen wetterbedingt praktisch kein Geschäft statt", stellt Fehlhaber fest und verweist auf die Produktions-Auszeiten von Ende Januar bis Anfang März. Er geht allerdings davon aus, dass der Absatzrückgang aus dem Winter bis Jahresende weitgehend wieder aufgeholt werden kann, so dass dann ein geschätztes Gesamtumsatz-Minus von rund 6 Prozent verbleibt.

Hochwertige Ziegel werden besser verkauft

Positiv wertet Unipor den guten Verkauf ihrer hochwertigen, wärmedämmenden Plan-Mauerziegel. Deren gutes Abschneiden sei auch der Grund, warum der Kernumsatz etwas besser dasteht als der Gesamtumsatz. "In Zeiten steigender Ölpreise und starken Umwelt-Bewusstseins liegen wir mit unseren hoch wärmedämmenden Produkten absolut im Trend", stellt Fehlhaber zufrieden fest. Aus diesem Grund arbeitet Unipor daran, bald weitere bauaufsichtliche Zulassungen in diesem Produkt-Segment zu erhalten.

In dieses Segment gehört auch der Objektziegel "WS 14" von Unipor, der jüngst die bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik, Berlin, erhalten hat. Er kombiniert hohe Wärmedämmung mit effektivem Schallschutz (WS = Wärme / Schallschutz) - und ist für den mehrgeschossigen Wohnungsbau entwickelt. "In der Summe aller Eigenschaften ist der Objektziegel WS 14 tonangebend in seiner Klasse", ist sich Dr. Fehlhaber sicher und verweist dabei insbesondere auf die hervorragenden statischen Eigenschaften des Ziegels. In den kommenden Monaten will Unipor damit insbesondere Wohnungsbau-Gesellschaften und öffentliche Bauherren verstärkt für sich gewinnen.

Insgesamt wird die Unipor-Gruppe auch 2005 ihren Etat für Forschung und Entwicklung auf unverändert hohem Niveau halten. "Die aktuellen Ergebnisse belegen, dass wir mit diesen Investitionen auf dem richtigen Weg sind", stellt Fehlhaber fest.

Vorsichtiger Optimismus für die Zukunft

Mit "vorsichtigem Optimismus" sieht Fehlhaber den kommenden Jahren entgegen. Die aktuelle Markt-Situation deute darauf hin, dass langfristig zwar langsam, aber stetig steigende Absatz-Zahlen zu erwarten seien. So hinkt die Zahl der Bau-Fertigstellungen bereits seit einem Jahrzehnt deutlich hinter der des Neubau-Bedarfs zurück. "Deutschland hat mittlerweile in vielen Ballungsgebieten nicht nur einen quantitativen Mangel an Wohnraum, sondern auch einen qualitativen", erläutert Fehlhaber und verweist auf aktuelle Aussagen aus der Immobilien-Wirtschaft. Oft ist in diesen Regionen der Zuschnitt der Wohnungen oder die Bausubstanz so mangelhaft, dass eine bloße Sanierung wirtschaftlich und qualitativ keinen Sinn macht. In diesen Fällen seien Abriss und Neubau immer die bessere Lösung, zumal damit auch die Vermietbarkeit der Objekte deutlich steigt.

"Unser aktuellen Zahlen spiegeln die momentane Gesamtsituation im Wandbaustoff-Markt wider. Daher bleibt auch unser Marktanteil praktisch unverändert. Unipor ist weiterhin Marktführer in Bayern und bundesweit zweitgrößter Anbieter von Mauerziegeln", stellt Fehlhaber abschließend fest. Das und die Tatsache, dass bundesweit jedes achte Haus mit Unipor-Ziegeln errichtet wird, lässt ihn insgesamt zuversichtlich in die Zukunft blicken.

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