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EU-Kommission empfiehlt Verhaltenskodex für Nanoforschung

(10.2.2008) Die EU-Kommission will die Entwicklung und Nutzung von Nanotechnologien sicherer machen. Dazu hat sie den Mitgliedstaaten einen Verhaltenskodex für die Nanoforschung empfohlen. Er umfasst sieben allgemeine Grundsätze, die u.a. Nachhaltigkeit, Vorsorge, Integration und Verantwortlichkeit betreffen. Europa gehört zu den Vorreitern im Bereich der Nanowissenschaften und -technologien (NuN), die für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt äußerst positive Auswirkungen haben können. Es bestehen jedoch nach wie vor Wissenslücken bezüglich der Folgen dieser Technologien für Umwelt und menschliche Gesundheit, außerdem Fragen im Bereich der Ethik und der Achtung von Grundrechten.


An der Empa erforscht der Toxikologe Harald Krug mit seinem Team unter anderem die Auswirkung von freien Nanopartikeln (im Bild grün fluoreszierend) auf menschliche Zellen (der Zellkern ist blau eingefärbt) Das Bild wurde am Forschungszentrum Karlsruhe aufgenommen, wo Krug bis Ende 2006 tätig war. (Bild aus dem Beitrag "'NanoBotschafter' kurbeln Dialog über Chancen und Risiken der Nanotechnologie an" vom 24.4.2007.)

Janez Potocnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, erklärte dazu: "Nanowissenschaften und -technologien könnten sehr wohl die nächste Revolution bei den Grundlagentechnologien bewirken, und Europa hat bereits beträchtlichen Anteil an ihrer Entwicklung. Unsere Stärke liegt zum Teil darin, dass wir auf ihre verantwortliche Entwicklung und Verwendung achten. Die Kommission hat den Verhaltenskodex nach Konsultation der Öffentlichkeit erstellt. Mit diesem Instrument werden die legitimen Bedenken, die sich im Zusammenhang mit Nanotechnologien ergeben können, leicht berücksichtigt werden können."

Entsprechend dem Verhaltenskodex sollte die NuN-Forschung für die Öffentlichkeit verständlich sein und bei ihrer Konzipierung, Durchführung, Verbreitung und Nutzung das Wohlergehen der Bürger und der Gesellschaft insgesamt im Auge haben. Ein weiterer Grundsatz bezieht sich auf die Nachhaltigkeit, d.h. die NuN-Forschung sollte sicher und ethisch vertretbar sein und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Die Nanoforschung sollte zudem nach dem Vorsorgeprinzip erfolgen, d.h. potenzielle Auswirkungen ihrer Ergebnisse für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit vorhersehen und notwendige Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Weitere Grundsätze betreffen die Exzellenz, Transparenz, Innovation und Verantwortlichkeit der NuN-Forschung.

Im Juli 2007 leitete die Europäische Kommission eine Konsultation zum Verhaltenskodex ein. Die am 8.2. vorgelegte Fassung entstand auf der Grundlage der eingegangenen Stellungnahmen. Der Kodex entspricht völlig dem zentralen Ziel des Aktionsplans für Nanotechnologien aus dem Jahre 2005, nämlich der Förderung einer integrierten, sicheren und verantwortungsvollen Vorgehensweise im Bereich der Nanowissenschaften und -technologien.

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