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Zuger Stadttor: Wohnqualität mit großen stützenfreien Balkonen

(11.6.2008) Die neu entstandene Bebauung „Zuger Stadttor“ setzt sich aus sechs Gebäuden auf dem ehemaligen Zeughaus-Areal zusammen (siehe Google-Maps). Das Projekt des Planungsbüros axess Architekten AG aus Zug bietet Platz für 140 attraktive Eigentums- und Mietwohnungen mit hoher Bauqualität. Großzügige Balkone sorgen für ein Plus an Wohnqualität. Eine Besonderheit dabei: Die Balkone sind stützenfrei konstruiert und trotzdem - dank Schöcks Isokörben - bemerkenswert groß.


Das ehemalige Zeughaus-Areal in Zug (Schweiz) ist umgeben von vier unterschiedlichen Landschaftsbildern: Auf der einen Seite befindet sich die stark befahrene Straße, die Zug und Baar verbindet. Auf der anderen Seite grenzt es an die Lotzen-Ebene. Nach Süden schließt sich ein Büro- und Wohnkomplex auf dem Gelände der ehemaligen Kistenfabrik an. Im Westen begrenzen stillgelegte Industriegleise das Grundstück. Diese Vielseitigkeit des 14.600 Quadratmeter großen Geländes integrierte das Planungsbüro axess Architekten AG aus Zug in seinem Projekt und gewann damit 2003 das Studienverfahren (siehe auch Google-Maps).

Autofreies Areal mit hoher Wohnqualtität

Der Entwurf der Architekten sah sechs unterschiedliche Gebäude vor, die den unterschiedlichen Anforderungen aus der Umgebung genügen. Zur Straßenseite übernimmt ein lang gezogener, markanter Glasbau in blauem Farbton den Lärmschutz für die angrenzenden vier Gebäude. Diese Gebäude mit gelber Fassade sind gegen Westen ausgerichtet und blicken damit auf das Grün der Lotzen-Ebene. Zur ehemaligen Kistenfabrik ergänzt ein weißes, längeres Gebäude das Ensemble. Die hohe Wohnqualität wird zudem durch eine Tiefgarage unter dem Gelände gesteigert. Die Zufahrt zu den 240 Stellplätzen erfolgt über die Einfahrt des Nachbar-Areals, so dass das Gelände weitgehend autofrei ist. Für die Bewohner ergeben sich damit minimale Immissionen.

Großzügige Balkone - wärmetechnisch optimiert

Die hohe Wertigkeit der Bebauung kommt nicht nur in der optischen Gestaltung der Fassade zum Ausdruck: Die großzügig bemessenen, teilweise über Eck ausgeführten Balkone der vier gelben Gebäude unterstreichen den gehobenen Wohnwert. Alle Balkone sind mittels thermisch optimierten Kragplattenanschlüssen angebracht und minimieren damit Wärmebrücken. Ursprünglich ging man in der ersten Planungsphase von abgestützten Balkonen aus. Weitergehende Berechnungen ergaben jedoch, dass auch eine stützenfreie Konstruktion möglich war. Der Bauherr, das Bauherrschaft Konsortium Zuger-Stadttor, ließ sich für diese Lösung gewinnen. Aufgrund der relativ großen Auskragung von bis zu 3,19 Meter und den hohen Anforderungen an das Deformationsverhalten fiel die Entscheidung bei der Anschlusslösung auf den Schöck Isokorb Typ K. Er erfüllt die technischen Anforderungen in Bezug auf Deformation, Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Korrosionsschutz. Den Bewohnern des Zuger Stadttors werden damit statisch sichere Balkone mit langer Lebensdauer geboten, die zudem ein Plus an Wohnfläche und -qualität bieten.

Hohe Sicherheit in der Balkonkonstruktion

Beim Bau der Wohnsiedlung wurden speziell angefertigte Isokörbe im Wert von 300.000 Franken verbaut. Für den Schöck Isokorb Typ K entschied sich das ausführende Bauunternehmen Schmid jedoch nicht nur aus preislichen Gründen: Überzeugt hätten laut Schöck auch die Stabilität und Solidität der Körbe. Für das Objekt wurden spezielle Sondertypen entworfen, die den hohen baulichen Anforderungen angepasst waren. "Trotz der Größe und notgedrungenden Schwere der Sonder-Typen ging alles doch recht rasch und reibungslos", erklärt René Schurtenberger von der Schmid Bauunternehmung AG. Der Zuschnitt der Isolations-Zwischenstücke war unvermeidlich. Zudem mussten die Körbe auf der Baustelle in Teilstücke geschnitten werden. Anwendungstechniker und Aussendienstmitarbeiter von Schöck standen dem Bauunternehmen bei der Ausführung vor Ort beratend zur Seite. "Der Erst-Einbau wurde durch Instruktionen von Schöck-Mitarbeitern unterstützt. Es war ein anspruchsvolles Projekt und die Sicherheit war uns natürlich wichtig. Da war uns die Unterstützung willkommen", so Schmid.

Gehobener Wohnwert

Für die Tragwerksplanung des gesamten Projektes war das Ingenieurbüro PlüssMeyerPartner zuständig. Bereits im Vorfeld unterstützte es das Architekturbüro axess mit statischen Konzepten und optimierte die Gebäudeanordnung. Durch das Anheben der Gebäude um ein halbes Geschoss wurde nicht im Grundwasser gebaut, so dass auf Baugrubenabschlüsse und Spundwände verzichtet werden konnte und keine Wasserhaltung im Bauzustand erfolgte. "Diese ineinander greifenden Maßnahmen ermöglichten in der Realisierungsphase einen wirtschaftlichen Bauablauf und mit dieser Perspektive konnte der Wettbewerb gewonnen werden", erklärt Dipl.-Ing. Jürg Büchler, Vorsitzender der Geschäftsleitung von PlüssMeyerPartner. Bei den Rohbauten wurden keine komplizierten Tragstrukturen entworfen.

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