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Solaranlage, Holzpelletheizung, Wärmepumpe: Was rechnet sich wann?

(22.6.2009) Den Heizkessel komplett abschalten und so Geld und Energie sparen - im Sommer ist das für Hausbesitzer mit Solaranlagen kein Problem. Mit dem Einbau einer Solarthermieanlage können sie die wertvolle Wärmestrahlung einfangen und ihr Warmwasser damit heizen. Auch Pelletöfen oder Wärmepumpen, die die Energie aus Holz beziehungsweise anteilig aus Umweltwärme gewinnen, reduzieren spürbar die jährlichen Energiekosten. Der Staat unterstützt dabei Hausbesitzer bei der Investition tatkräftig: Bis zu 500 Millionen Euro stehen aus dem Marktanreiz­pro­gramm (MAP) zur Förderung von erneuerbaren Energien zur Wärmegewinnung jährlich zur Verfügung. In  Neubauten ist die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien seit dem 1.1.2009 Pflicht.

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat anhand eines unsanierten 150 m² Einfamilienhauses*) ausgerechnet, ab wann sich die neue Heizung mit erneuerbaren Energien rechnet.

Solaranlage

Eigentümer, die eine solarthermische Anlage zur Trinkwassererwärmung einbauen, können bis zu 60 Prozent der notwendigen Energie für Warmwasser durch die Sonne gewinnen. Wer gleichzeitig noch seinen alten Kessel durch ein neues Brennwertgerät ersetzt, erhöht die Effizienz der Anlage weiter. Die Investitionskosten belaufen sich dabei auf rund 10.000 Euro. Aus dem Marktanreizprogramm erhalten sie 785 Euro Förderung (Basisförderung plus Kesseltauschbonus). Die jährlichen Energiekosteneinsparungen liegen bei 1.120 Euro.


Grafik aus dem Beitrag "Die richtige Größe von Sonnenkollektoren und Speicher" vom 16.10.2006.

Geht man von einer Energiekostensteigerung von jährlich sechs Prozent aus, so rentiert sich die Anschaffung nach acht Jahren - siehe dazu auch Beiträge "Heizungsmodernisierung wird stärker gefördert" vom 23.2.2009 sowie "Kesseltauschbonus im Marktanreizprogramm verlängert und erweitert" vom 18.6.2008.

Pelletheizung

Heizungen mit Holzpellets werden immer beliebter. Pellets sind kleine Presslinge aus Restholz. Die Wärmeerzeugung mit Holz erfolgt nahezu CO₂-neutral, denn: Bei der Verbrennung wird nur die Menge an CO₂ freigesetzt, die der Baum vorher beim Wachsen aufgenommen hat.

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Holzpelletslieferung per Tankwagen

Bei der Umrüstung auf eine Pelletheizung entstehen inklusive Pelletlager Kosten von rund 17.000 Euro. Der Eigentümer erhält vom Staat aus dem Marktanreizprogramm eine Förderung in Höhe von 2.700 Euro. Bei einer jährlichen Energiekostensteigung von sechs Prozent amortisiert sich die neue Heizanlage nach sieben Jahren - siehe zudem Beitrag "DEPI-Förderfibel 2009: Überblick über Zuschüsse für Pelletfeuerungen" vom 28.4.2009.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft. Je höher die Temperatur der Umgebung und je geringer die zum Heizen benötigte Temperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Der Einbau einer Erdwärmepumpe kostet etwa 16.000 Euro.

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Grafik aus dem Beitrag "Studie der TU München zum Sparpotential von Wärmepumpen" vom 27.4.2009

Da Wärmepumpen bei möglichst geringen Heiztemperaturen am effizientesten arbeiten (siehe Beitrag "Stiftung Warentest: Optimale Energiebilanz bei Wärmepumpen nur mit Flächenheizungen" vom 27.9.2007), sollte bei bestehenden Gebäuden auch auf die Dämmung geachtet werden. Besitzer unsanierter Häuser müssen bei einer Modernisierung mit Dämmung und Installation der Wärmepumpe mit Kosten von rund 47.000 Euro rechnen. Dafür erhalten sie aber auch 3.000 Euro aus dem MAP und bis zu 4.700 Euro über die KfW-Förderbank. Die Energiekosten lassen sich durch die umfangreichen Maßnahmen um bis zu 85 Prozent reduzieren. Bei einer Energiekostensteigerung von sechs Prozent hat sich diese Sanierung nach rund 13 Jahren amortisiert.

*) Die Berechnung der Sanierungspakete erfolgte auf Basis folgender Annahmen:

  • Freistehendes Einfamilienhaus des Baujahrs 1970,
  • 150 m² Wohnfläche,
  • unsaniert,
  • 4 Personen-Haushalt,
  • Energiepreis 0,08 EUR/kWh,
  • Energiekosten vor Sanierung: 3.600 EUR/a für 45.000 kWh/a.

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