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VDE-Positionspapier zum Ambient Assisted Living

(10.4.2010) Bis 2025 wird die Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland um 70 Prozent zunehmen - und damit der Bedarf an altengerechten Wohn- und Infrastrukturangebo­ten. Insbesondere die Ausrüstung von Häusern und Wohnungen mit "smarten" Assis­tenzsystemen und -geräten (Ambient Assisted Living, kurz AAL) kann zu einem sicheren und komfortablen Wohnen auch im hohen Alter beitragen.


Laut VDE ist die Technik für intelligente Assistenzsysteme schon viel weiter als ihre Nutzung im Alltag. Herausforderungen lägen noch im Aufbau einer leistungsstarken IT-Infrastruktur und Hausvernetzung und in der Interoperabilität von Endgeräten. Das VDE-Positionspapier "Intelligente Heimvernetzung - Sicherheit, Komfort, Selbstbe­stimmung" fordert spezifische Normen und Standards, damit sich Teilkomponenten vergleichen, kombinieren, austauschen und nachrüsten lassen - wir hatten im Bau­letter vom 21.2.2010 bereits darüber berichtet.

Deutschland auf dem Weg zum Innovationsführer im Bereich Ambient Assisted Living

Im Bereich AAL eröffnen sich beachtliche wirtschaftliche Potentiale, nicht nur aufgrund der Einsparpotentiale im Gesundheitswesen. Data Monitor prognostiziert allein für den globalen Markt in den USA und Europa ein Wachstum von 3 Milliarden US-Dollar (USD) im Jahr 2010 auf bis zu 7,7 Milliarden USD im Jahr 2012. Der VDE sieht Deutschland als Profiteur dieser Enteicklung und bereits jetzt einer international guten Wettbewerbsposition in allen AAL-relevanten Technologien - von der Elektro- und Medizintechnik über Automation, IKT-Systeme und RFID-Technologie bis zur Mikro­systemtechnik und Robotik. Nach der VDE-Trendstudie "MedTech 2020" ist Deutsch­land bei Telemedizin und eHealth auf dem Weg zum Innovationsführer. In fünf Jahren kann demnach Europa an den USA vorbeiziehen und bis 2020 seinen Vorsprung ausbauen.

Interoperabilität bleibt Herausforderung

Normen und Standards sowie die Interoperabilität von Systemkomponenten sind Voraussetzung für die Anwendung von intelligenten Assistenzsystemen in der Breite. Um Barrieren abzubauen und zielführende Handlungsempfehlungen für Politik, Wirt­schaft und Normungsgremien zu erarbeiten, wurde 2009 innerhalb der BMBF/VDE-Innovationspartnerschaft Ambient Assisted Living die Arbeitsgruppe "Schnittstellen­integration und Interoperabilität" gegründet. Diese hat nun erste Empfehlungen zu Normen und Standards vorgelegt und regt an, so genannte Integrationsprofile zu entwickeln, die typische Assistenzfunktionen für altersgerechte Technik beschreiben und damit die Benutzerfreundlichkeit erhöhen.

Die Innovationspartnerschaft Ambient Assisted Living, in der BMBF und VDE eng zusammenarbeiten, soll Impulse für Markt, Technik und Gesellschaft setzen. Das AAL-Netzwerk aus Technik, Politik, Sozialwissenschaften und Pflege gibt Normungsempfeh­lungen und kümmert sich intensiv um die konkrete Umsetzung bedarfsgerechter und marktfähiger Produkte sowie Dienstleistungen, die insbesondere älteren Menschen zugute kommen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben bevorzugt in den eigenen vier Wänden ermöglichen.

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