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Neuer Hochleistungsdämmputz nutzt Aerogele

(7.7.2011) Empa-Forscher haben einen Hochleistungsdämmputz entwickelt, der dank Aerogel dreimal besser dämmen soll als ein herkömmlicher Dämmputz. Der neue Verputz verspricht somit eine Möglichkeit, historische Bauten energetisch zu sanieren, ohne deren Erscheinungsbild zu verändern.

Forscher der Empa-Abteilung "Bautechnologien" haben zusammen mit einem Putzhersteller einen aerogelbasierten Hochleistungsdämmputz entwickelt, der 2013 auf den Markt kommen soll. Dieser Putz ist ideal für alte Gebäude, da er historischen Baumaterialien aufgrund seiner mineralischen Basis optisch und verarbeitungstechnisch sehr nahe kommt. Er soll sich sowohl für Innen- als auch für Außenrenovierungen einsetzen lassen.

Das Geheimnis des neuartigen Dämmputzes ist das eingesetze Aerogel - manchmal auch Nanogel genannt. Dieses Material weist Poren in Nanometergrösse auf und enthält zu 90 bis 98 Prozent Luft. Die winzigen Luftporen machen Aerogele zu einem idealen Bestandteil des neuen Dämmputzes, dessen Wärmeleitfähigkeit von weniger als 0,03 W/mK zwei- bis dreimal niedriger ist als die Wärmeleitfähigkeit üblicher Verputze.

Ein weiterer Vorteil des Putzes soll in der Fähigkeit bestehen, gleichzeitig wasserdampfdurchlässig und wasserabweisend zu wirken. Er lässt deutlich mehr Wasserdampf durch als herkömmlicher Putz, ohne dass er selbst nass wird. Mit-Entwickler Thomas Stahl erklärt: "Durch die poröse Struktur des Aerogels ist der Verputz zwar für Wassermoleküle durchlässig - für makroskopische Wassertropfen sind die Nano-Poren jedoch viel zu fein."

Erste Gebäude sollen ab Mitte 2012 versuchsmäßig verputzt werden. Die Mehrkosten für dieses Material gegenüber herkömmlichen Dämmputzen dürften sich je nach Dicke auf etwa 50 bis 100 Franken (ca. 41 bis 83 Euro) pro Quadratmeter belaufen.

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