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Europamarkt für Gebäudeautomation wächst auf zwei Milliarden US-Dollar an

(12.10.2011) Der europäische Markt für Gebäudeautomationssysteme erholt sich von der durch die Wirtschaftskrise verursachten Flaute des Jahres 2009. Trotz des deutlichen Aufwärtstrends muss sich der Markt aber erst stabilisieren und seine Wachstumschancen auf sich entwickelnde Regionen und Endverbrauchersegmente ausweiten. In der Zwischenzeit dürften die Anforderungen bezüglich der Energieeffizienz und die normative Rückendeckung durch die EU-Richtlinien den Markt beträchtlich vorantreiben.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan erwirtschaftete der europäische Markt für Gebäudeautomationssysteme im Jahr 2010 Umsätze in Höhe von 1.769,5 Millionen US-Dollar und soll bis zum Jahr 2017 auf 2.123,6 Millionen US-Dollar anwachsen. Die Studie erfasst die Gebäudefunktionen:

  • Heizung, Klima und Lüftung (HKL)
  • Sanitäreinrichtungen,
  • Energiemanagement und Beleuchtung,
  • Brandschutz und Sicherheitstechnik sowie
  • Kontroll- und Alarmanlagen.

„Energieeffizienz ist der zentrale Wachstumstreiber für Gebäudeautomationssysteme“, erklärt Senior Research Analyst Neetha Jayanth von Frost & Sullivan. “Energiemanagement ist derjenige Funktionsbereich, der das Wachstum dieses Marktes stützen wird, vor allem im Zuge der Implementierung von Rechtsnormen, wie der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.”

Als Folge der positiven Entwicklung von Energiemanagement und Beleuchtungslösungen im Jahr 2010 sei zu erwarten, dass diese beiden Systemarten im Bereich der Gebäudeautomation marktführend sein werden. Systeme, mit denen vorrangig Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen (HKL) kontrolliert und gesteuert werden, dürften jedoch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Bürokomplexe bleiben dabei wohl das Schlüsselsegment, an das sich Hersteller wenden müssen, obwohl auch öffentliche Gebäude und Bildungszentren sich zu wichtigen Wachstumssegmenten entwickeln.

Die für die Installation von Gebäudeautomationssystemen erforderlichen hohen Anfangsinvestitionen haben offenbar bisher die Verbreitung deutlich gehemmt - vor allem bei bereits bestehenden Gebäuden. Obwohl sich das Verhältnis zwischen neuen und bestehenden Gebäuden langsam ausgleicht, sei die Nachfrage aufgrund der Anzahl der bestehenden Gebäude im Vergleich zu Neubauten weiterhin verzerrt.

„Wenngleich zu erwarten ist, dass sich die Amortisationszeiten in den nächsten Jahren verringern, sind die erforderlichen Anfangsinvestitionen, vor allem bei bereits bestehenden Gebäuden, oft sehr hoch“, meint Jayanth. „Das ist vor allem dann der Fall, wenn bestehende Systeme und Geräte, die nicht kompatibel sind, ersetzt werden müssen, oder wenn die Kommunikationstechnologie zwischen den Geräten auf den neuesten Stand gebracht werden muss.“

Die Last der hohen Investitionskosten sei vor allem während der Wirtschaftskrise besonders stark zu spüren gewesen, in der die Anschaffung von Automationssystemen sowohl von Seiten privater als auch öffentlicher Auftraggeber zurückging. Die durch die Rezession bewirkte Marktträgheit dürfte die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate sinken lassen.

In der Einführung von offenen Systemen sowie in der Aussicht auf Einsparungen bei den Energiekosten sieht man bei den Marktforschern hingegen einen wichtigen Faktor, um die Preisbarrieren zu überwinden. Interesse wecken durch ein effizientes System könne zu schnellerer Rentabilität führen und sei speziell bei den steigenden Energiepreisen eine zukunftsträchtige Option.

„Hersteller sollten daher Automationssysteme entwickeln, die den effizienten Betrieb von Geräten mit hohem Energieverbrauch in den Gebäuden regeln und dabei selbst einen möglichst geringen Stromverbrauch aufweisen“, rät Jayanth. „Außerdem sollten Hersteller in jedem Land geeignete, auf den jeweiligen Inlandsmarkt ausgerichtete Vertriebskanäle schaffen, sowie ein Team von Fachkräften für Installation und Wartung.”

Weitere Informationen zu Frost & Sullivans Studie „European Building Automation Systems Market” können unter Angabe vollständiger Kontaktdaten per E-Mail an Katja Feick von Frost & Sullivan angefordert werden.

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