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GIN bewertet Holzschutznorm-Novelle hinsichtlich Nagelplattenprodukten positiv

Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte e.V. für Nagelplatten
 

(28.11.2012) Die Konsequenzen aus der Neufassung der Holz­schutznorm DIN 68800 werden von der Gütegemeinschaft Nagel­plattenprodukte und dem Interessenverband Nagelplatten (GIN) durchweg positiv bewertet. Dies gelte für

  • die Hersteller von Nagelplattenprodukten,
  • das verarbeitende Bauhandwerk sowie für
  • Bauherren von Gebäuden, bei deren Errichtung Nagelplattenprodukte zum Einsatz kommen.

Erfreut ist man in der GIN-Geschäftsstelle vor allem darüber, dass technisch getrocknetes Holz, wie es zur Fertigung von Nagelplat­tenkonstruktionen verwendet wird, fortan ohne Einsatz chemischer Holzschutzmittel verwendbar ist. Der staatlich anerkannte Sachverständige Dipl.-Ing. Ralf Stoodt, Mitglied im Normausschuss DIN 68800-2, erklärt: „Nagelplattenbinder werden bei GIN-Mitgliedsunternehmen in trockenen Werkshallen unter Ausschluss der Witterung hergestellt und montagefertig zur Baustelle transportiert. Für ihre Fertigung wird technisch getrocknetes Holz eingesetzt, das eine Holzfeuchte von weniger als 20 Prozent aufweist. Somit bietet es ein hohes Maß an Sicherheit vor holzzerstörenden und holzverfärbenden Schadorganismen und muss bei Zuordnung zur Gebrauchsklasse GK 1 nicht mehr mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt werden.“

Holzschutz gemäß europäischer Normung

Sechs Jahre dauerte die Überarbeitung der Holzschutznorm DIN 68800, die in alter Fassung (eingeführt 1974, zuletzt überarbeitet 1996) dem aktuellen Wissensstand der Holzforschung längst nicht mehr entsprach und dem technischen Fortschritt im Holz­bau kaum noch gerecht werden konnte. Fragen des Holzschutzes, vor allem des che­mischen, waren jedoch schon immer von einer gewissen Brisanz. Eine Novelle der ver­alteten Holzschutznorm schien daher geboten. Wie von Branchenkennern erwartet, fiel sie gründlich aus. Besonderes Lob verdient laut GIN die Tatsache, dass in der Neu­fassung umweltgerechtes Bauen mit dem natürlichen und nachhaltigen Baustoff Holz als Leitbild dauerhaft verankert wurde.


Mehr konstruktiv, weniger chemisch

Aus der Forderung nach umweltgerechtem Bauen mit Holz, die der novellierten DIN 68800 zugrunde liegt, leitet sich ab, dass ...

  • Holzschutzmittel in Aufenthaltsräumen gar nicht mehr angewendet werden dürfen,
  • Holz in den Gebrauchsklassen 0 bis 3.1 nur noch mit einer Holzfeuchte unter 20 Prozent eingebaut werden darf, um einen Befall durch Insekten und Schimmel auszuschließen,
  • Dach- und Konterlatten der Gebrauchsklasse 0 (GK 0) zugeordnet werden und somit keinen chemischen Holzschutz mehr brauchen,
  • baulich-konstruktiven Holzschutzmaßnahmen eindeutig Vorrang vor chemischen Holzschutzmitteln eingeräumt wird,
  • Brettschichtholz, Brettsperrholz oder andere bei Temperaturen ≥ 55°C technisch getrocknete Hölzer, die unter anderem für Nagelplattenbinder Verwendung finden, in der Gebrauchsklasse 1 (GK 1) ohne chemischen Holzschutz verwendet werden können.

Sofort anwendbar

Seit Februar 2012 ist die neue DIN 68800 in allen Teilen als anerkannte Regel der Technik zu verstehen. Um Rechtsunsicherheiten zu vermeiden, hat die ARGE-Bau - Fachkommission Bautechnik - auf Nachfrage einiger Bundesländer erklärt, dass ge­gen die sofortige Anwendung der Normteile DIN 68800-1:2011:10 und DIN 68800-2:2012-02 in bauaufsichtlicher Hinsicht keine Bedenken bestehen.

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