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KLB-Fachforen 2014 rund um EnEV, Nachhaltigkeit, Gebäudemodelle, Wohnungsnot

(6.3.2014) Rund 300 Bauprofis haben an den diesjährigen KLB-Fachforen teilgenommen. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Zeichen der EnEV“ behandelten namhafte Referenten aus der Baubranche Fragen rund um die kommen­de EnEV, Nachhaltigkeit von Leichtbeton-Mauerwerk, neue Gebäudemodelle sowie die drohende Wohnungsnot. „Wir sind mit der Resonanz zum zweiten KLB-Fachforum sehr zufrieden“, resümiert KLB-Geschäftsführer Andreas Krechting. „Auch die regen Diskussionen belegen, dass wir mit der Auswahl der Re­ferenten und Themen goldrichtig lagen.“

  • Ist die neue Wohnungsnot hausgemacht?
  • Was sind die Anforderungen der kommenden EnEV?
  • Welche neuen Gebäudemodelle wurden entwickelt?
  • Wie ist Leichtbeton-Mauerwerk unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu bewerten?

Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des zweiten Fachforums des Leichtbeton-Herstellers KLB Klimaleichtblock im vergangenen Februar. An insgesamt vier Statio­nen - in Trier, Kaiserslautern, Düsseldorf und Koblenz - gaben namhafte Referenten aus der Baubranche einen umfassenden Überblick zum Thema „Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Zeichen der EnEV“. In der anschließenden Fragerunde standen sie den anwesenden Bauprofis Rede und Antwort.


Minimierung von Wärmebrücken bringt viel , kostet wenig

Der Startvortrag von Diplom-Ingenieur Christoph Sprengard, Leiter der Abteilung „Bau­physik und Bauteile“ am FIW München, befasste sich mit der kommenden Energieein­sparverordnung (EnEV) und den damit einhergehenden Neuerungen. Behandelt wurden unter anderem ihre Auswirkungen und die Etappen ihrer Anwendung bis hin zum Nie­drigstenergiehaus ab 2021. Dabei stellte er die geplanten Neuerungen vor und gab ei­nen Überblick über ausgewählte Innovationen und Beispiele aus der Baubranche, die bereits heute die Anforderungen von morgen erfüllen. Eine dichte Gebäudehülle ist da­bei eine wichtige Voraussetzung. „Viele übersehen, dass bereits die Minimierung von Wärmebrücken viel bringt und dabei wenig kostet“, erklärt Sprengard eine Möglichkeit, den Energieverbrauch mit geringen Mitteln zu senken.

Zertifizierungssysteme ein wichtiges Element, Nachhaltigkeit durchzusetzen

Der Vortrag von Professor Carl-Alexander Graubner, Lehrstuhlinhaber des Fachberei­ches Massivbau an der Technischen Universität Darmstadt, beschäftigte sich mit der Frage, welchen Beitrag Außenmauerwerk zur Nachhaltigkeit von Gebäuden leistet. Im Zentrum standen die baupraktische Relevanz von Umweltproduktdeklarationen (EPD) sowie die Leistungsfähigkeit von Wohngebäuden aus Leichtbeton-Mauerwerk. Darüber hinaus zeigte er den Teilnehmern auf, welchen Stellenwert „Nachhaltigkeit“ in der ak­tuellen Diskussion besitzt und wie ökologische Baustoffe zu einer positiven Gebäude­energiebilanz beitragen können. Um Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche baupraktisch umsetzen zu können, seien Zertifizierungssysteme ein wichtiges Element. „Mit Hilfe dieser Zertifikate ist es möglich, alle einzelnen Komponenten und Bauteile in ihrer Gesamtheit zu bewerten.“ Hintergrund sei das gestiegene Umweltbewusstsein in der Gesellschaft sowie die Nachfrage nach nachhaltigen Gebäuden.

kybernetische Gebäudemodelle

Professor Günter Pfeifer von der Technischen Universität Darmstadt wagte einen Blick über den Tellerrand klassischer Konstruktionen und stellte in seinem Vortrag kyberne­tische Gebäudemodelle vor. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Speicherfähigkeit verwendeter Baumaterialien mit dem Ziel, autarke und energieeffiziente Häuser ohne viel Technik zu errichten. „Die Besonderheit dieses Modells liegt in seiner Nutzung re­generativer Energien. Sonne, Wind und Regen leisten effektiv ihren Beitrag zu einem ausgeklügelten Entwurf“, fasst Pfeifer sein eigens entwickeltes Gebäudemodell zu­sammen.

Mit Wohnungsbaupolitik gewinnt man keinen Blumentop

Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive betrachtete Professor Volker Eichener, Rek­tor der EBZ Business School – University of Applied Sciences in Bochum, die aktuelle Wohnungsbaupolitik. Anhand von Beispielen machte er deutlich, dass der Wohnungs­bau in Deutschland seit Jahren stagniere und für Politiker immer unattraktiver würde. „Mit Wohnungsbaupolitik gewinnt man keinen Blumentopf“, konstatierte Eichener. Die­se Entwicklung spiegele sich auch in deutlich verschlechterten politischen Rahmenbe­dingungen wider, die seit rund 15 Jahren existierten.


„Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zum Fachforum zeigen uns, dass wir mit den ausgesuchten Themen einen Nerv getroffen haben“, freut KLB- Geschäftsführer Andreas Krechting. „Mit fast 300 teilnehmenden Architekten, Bauingenieuren und Ent­scheidungsträgern aus der Bau- und Wohnungswirtschaft war das zweite KLB-Fach­forum ein voller Erfolg.“ Man plane daher, das Fachforum im kommenden Jahr um wei­tere aktuelle Themen zu ergänzen und noch umfangreichere Praxis-Tipps an die Teil­nehmer weiterzugeben.

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