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B.KWK-Kurzstudie zum KWKG 2016 plädiert für eine differenziertere Mini-KWK-Förderung


Studie S.36: Wirkungen der aktuellen KWKG-För­derung (Bild vergrößern)
  

(6.11.2015) Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) hat eine in Auftrag gegebene Kurzstudie des Insti­tuts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) zum neuen Entwurf des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) veröffentlicht. Demnach ist eine Änderung des KWK-Ausbauziels von 25% an der Gesamtnettostromerzeugung für 2020 nicht notwendig:

  • Es bestünden keine Konflikte zwischen der ursprüngli­chen Zielsetzung und dem Ausbau der erneuerbaren Energien.
  • Die KWKG-Förderung habe aufgrund ihrer langfristigen Rechtssicherheit einen besonderen Einfluss auf Inves­titionsentscheidungen. Eine Beschränkung der Förde­rung für selbst verbrauchten Strom sei demnach nicht angemessen.

Das Gutachten plädiert überdies für eine differenziertere Förderung von Mini-KWK-Anlagen. Eine Einführung von weiteren Größenklassen könne negative Auswirkungen auf den Absatz einzelner Segmente der Mini-KWK-Branche verhindern. Mini-KWK-Anla­gen könnten im Gebäudebestand erhebliche Ersparnisse von Primärenergie sowie CO₂-Emissionen bewirken und hierdurch die Energiewende unterstützen. Um einen strom­preisorientierten Betrieb sicherzustellen und Förderausgaben zu sparen, sei aber eine Begrenzung der jährlich geförderten Laufzeit von 2.500 Vollbenutzungsstunden sinn­voll.

Für den Bestandserhalt empfiehlt die Kurzstudie eine Kopplung der Zuschlagszahlun­gen an einen Index wie dem COGIX (COGeneration IndeX; siehe Wikipedia) ratsam. Indexabhängige Zahlungen böten den Vorteil, dass keine weiteren Änderungen des KWKGs im Falle von Preisschwankungen erforderlich seien.

Aufgrund des langfristig sinkenden Wärmebedarfs und der sinkenden, residualen Stromnachfrage sei eine weitere Flexibilisierung der KWK notwendig. Um der Rolle als Flexibilitätsoption im Strommarkt 2.0 gerecht zu werden, sei künftig der Einsatz von zusätzlichen Wärme- und Kältespeichern sowie der Zusammenschluss von kleinen Anlagen zu virtuellen Kraftwerken denkbar.

Die Kurzstudie resümiert, dass KWK „einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Versorgungssicherheit“ liefert und gleichzeitig „eine zentrale Rolle beim Klimaschutz und bei der Schonung fossiler Ressourcen“ einnimmt.

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