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Zimmerer- und Holzbauunternehmen blicken halbwegs optimistisch in die Zukunft

(6.5.2004) Anlässlich der 12. Internationale Fachmesse Holzbau und Ausbau 2004, die vom 6. bis 9. Mai 2004 in Friedrichshafen stattfindet, forderte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Zimmermeister im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Heinrich Cordes, keine weiteren Einschnitte bei der Wohneigentumsförderung.

"Denn hat jeder Eingriff in die Rahmenbedingungen für die Wohneigentumsbildung Folgen für den Wohnungsneubau. Der Wohnungsbau hat insgesamt ein Volumen von 121,4 Mrd. Euro und damit einen Anteil von 58 Prozent an den gesamten Bauinvestitionen", so Cordes.

Wenn von den derzeit durchschnittlich 100.000 Wohneinheiten, die jährlich mit der Eigenheimzulage gefördert werden, mittelfristig nur 20.000 pro Jahr weniger gebaut werden, bedeutet dies ein Minus von jährlich 2,4 Mrd. Euro bei den Wohnungsbauinvestitionen. Dahinter stehen 40.000 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft und darüber hinaus. "Wenn die 100.000 zulagegeförderten Wohnungen und Eigenheime allerdings komplett nicht gebaut werden, dann sprechen wir über 200.000 Arbeitsplätze, die gefährdet sind." Erklärte Cordes.

Darüber hinaus kritisierte Cordes die Ausbildungsplatzabgabe als reiner Opportunismus gegenüber der Parteilinken. Die SPD gefährde, so Cordes, die erfolgreiche Ausbildungsförderung in der Bauwirtschaft und vernichtet damit viele Ausbildungsplätze am Bau.

Zur Lage des Holzbaus erklärte der BDZ-Vorsitzende: "Zu Beginn des Jahres scheint sich die Lage der Bauwirtschaft etwas aufzuhellen: So konnten wir zumindest im Februar einen Zuwachs bei den Aufträgen um 2,4 Prozent verzeichnen. Dies bedeutet einen Auftragszuwachs im Hochbau um 14 Prozent, wogegen sich die Auftragseingänge beim Tiefbau um 11,6 Prozent verringerten. Auch der Umsatz hat zugelegt: immerhin ein Plus von 3,1 Prozent im Februar gegenüber Februar 2003." Er zeigte sich optimistisch, dass die Bauinvestitionen in 2004 nur noch um ein Prozent zurückgehen werden; der Wohnungsbau, mit einem Volumen von 121,4 Mrd. Euro weitaus wichtigste Bausparte, wird wohl um ein Prozent zulegen. Der Anteil des Holzhausbaus an den neuen Wohngebäuden liegt insgesamt stabil bei 12 Prozent, bei den Einfamilienhäuser sogar bei 13 Prozent. In Baden-Württemberg ist er mit 20 Prozent deutlich höher.

Die Zahl der Betriebe im Holzbaugewerbe war in 2003 leicht rückläufig: 9.076 Holzbauunternehmen (gegenüber 9.094 in 2002) mit 59.135 Beschäftigten. Cordes: "Damit haben wir knapp 3.000 Arbeitsplätze im Holzbau verloren. Unsere durchschnittliche Betriebsgröße hat ebenfalls leicht abgenommen und liegt jetzt bei 6,5 Beschäftigten (nach 6,8 Beschäftigten in 2002)."

Insgesamt zog Cordes ein halbwegs positives Resümee: "Dem Werkstoff Holz wird die Zukunft gehören. Er steht für Ökologie und Nachhaltigkeit, für Natürlichkeit und Wärme. Er ist der einzige Werkstoff, der vollständig recycelt werden kann. Er ist der einzige Werkstoff, der nachwächst. Der Holzbau in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Südtirol und zum Teil in Frankreich, ist einzigartig in der Welt. Deutschland ist die führende Nation des Holzbaus. Auf Grund unseres eigenen Know how und unserer guten Ausbildung muss das Zimmererhandwerk auch zum Exporteur von Holzbauleistungen werden. Das deutsche Zimmerer- und Holzbaugewerbe hat sich in den vergangenen Jahren neu aufgestellt. Wir sind gewappnet für die Herausforderungen der Zukunft und blicken daher auch einigermaßen zuversichtlich nach vorne."

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