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Effiziente Heiztechnik spart Kosten bei der Wärmedämmung

(23.6.2004) Die Energieeinsparverordnung (EnEV) begrenzt den zulässigen Jahres- Primärenergiebedarf in einem Neubau auf das Niveau eines Niedrigenergiehauses. Zugleich wird das Gebäude als energetische Einheit betrachtet. Damit ist Bauherren freigestellt, ob sie mit verbesserter Wärmedämmung, mit dem Einsatz erneuerbarer Energien oder mit effizienter Heiztechnik den zulässigen Primärenergiebedarf einhalten wollen. Wird zum Beispiel ein hoch effizienter Brennwertkessel installiert, darf die Wärmedämmung geringer ausfallen. Noch mehr bringt die Kombination eines Brennwertgerätes mit einer solarthermischen Anlage. Je effizienter nämlich die Heiztechnik, umso niedriger die Ansprüche an die Wärmedämmung. So lassen sich möglicherweise unterm Strich Baukosten senken.

Effiziente Heiztechnik spart Kosten für die Wärmedämmung
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Maßgeblich bestimmend für den zulässigen Heizwärmebedarf in einem Neubau sind der Primärenergiefaktor und die Anlagenaufwandszahl. Für die Bewertung des Primärenergiefaktors werden alle vorgelagerten Prozessschritte eines Energieträgers berücksichtigt, insbesondere also der Energieaufwand für die Gewinnung, die Aufbereitung und den Transport. Da laut DIN-Norm der Primärenergiefaktor von Heizöl und Erdgas mit 1,1 identisch ist, gibt es bei diesen beiden Energieträgern keine unterschiedlichen Anforderungen an die Wärmedämmung. Zum Vergleich: Strom beispielsweise hat einen Primärenergiefaktor von 3, weil für eine genutzte Kilowattstunde Strom insgesamt drei Kilowattstunden an Primärenergie aufgewendet werden müssen. Beim Einsatz von Strom muss ein Neubau also erheblich besser gedämmt sein als beim Einsatz von Heizöl oder Erdgas.

Die Anlagenaufwandszahl bewertet die Effizienz der Gerätetechnik, die Installationsart und den Aufstellort einer Heizanlage. Je geringer die Anlagenaufwandszahl - also je effizienter die Technik -, umso geringer sind auch die Ansprüche an die Wärmedämmung. Wird etwa ein Brennwertgerät innerhalb der beheizten Fläche (thermische Hülle) aufgestellt, ergibt sich eine günstige Anlagenaufwandszahl unabhängig davon, ob die Anlage mit Erdgas oder mit Heizöl betrieben wird. Wird dagegen ein Öl- oder Gas-Niedertemperaturheizkessel außerhalb der thermischen Hülle installiert, erhöht sich die Anlagenaufwandszahl aufgrund der ungünstigeren energetischen Gesamtbilanz . Jedem Bauherren ist natürlich freigestellt aus ökologischen Gründen, eine hohe Wärmedämmung mit einer hocheffizienten Anlagentechnik zu kombinieren, um über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, Energie zu sparen. "Brennwertgeräte sind also eine ökologisch wie ökonomisch attraktive Lösung in neuen Niedrigenergiehäusern ", schlussfolgert das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO).

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