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ARDEX Ideenwettbewerb entschieden: Bauchemie - eine Idee besser

(3.6.2007) Der ARDEX Ideenwettbewerb "Bauchemie - eine Idee besser" ist entschieden. Die 10 Preisträger wurden im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Anwesenheit von Dr. Jens Baganz, NRW-Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, im Museum Kunst Palast, Düsseldorf, geehrt. Die hochkarätige Jury zeigte sich überrascht von der Anzahl und dem hohen Innovationspotenzial der zahlreichen Einsendungen. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 15.000 EUR verliehen.


Die Geschichte des Bauens ist zugleich die Geschichte eines unendlichen Fortschritts. Der Weg von den ersten Tempelbauten vor vielen tausend Jahren bis zu den hoch komplexen Bauwerken der Gegenwart war nur durch Einfallsreichtum und Innovationsbereitschaft möglich. Eine wesentliche Triebfeder dieser Entwicklung sind die Innovationen in der Bauchemie, die immer mutigere Architektenentwürfe und schnellere Baudurchführungen möglich machen. Der Wittener Bauchemiespezialist ARDEX sieht sich hier als Schrittmacher und lud zu einem bisher einzigartigen Ideenwettbewerb in der Baubranche ein, der sich nach dem Prinzip der "Open Innovation" an ein sehr breites Publikum wandte. Gesucht wurden neue Ideen, die Probleme in der Bauchemie oder in der Verarbeitung bauchemischer Produkte lösen.

Clevere Ideen für das Bauen von Morgen

Die Einsendungen kamen aus allen Bereichen des Bauens. Von Praktikern, Tüftlern und aus der Wissenschaft. Insgesamt lagen der Jury 120 innovative Ideen zur Entscheidung vor. Zehn Preise wurde vergeben.

Der 1. Preis ging an Felix Lowin aus Weimar für seine Idee eines Leuchtputzes. Damit ließen sich die Wände eines Raumes großflächig selbst als Lichtquellen nutzen. Diese Idee könnte vollkommen neue Möglichkeiten der Raumgestaltung bieten und ganz neue Ortsqualitäten erzeugen. Schließlich wird das menschliche Empfinden maßgeblich durch Licht beeinflusst. Hierfür werden Leuchtpigmente in ein Wandsystem eingebracht, die durch Zuführen von elektrischem Strom die Wand flächig erleuchten. Dieses Verfahren wird bereits für Leuchtfolien verwendet und könnte die individuelle Raumlichtplanung maßgeblich verbessern (siehe auch Beitrag "Lichtarchitektur: Tapeten, die leuchten" vom 19.6.2006).

Der 2. Preis ging an Prof. Peer Haller aus Dresden für seine Idee des Formholzprofilverbunds mit textilbewehrtem Beton. Seit vielen Jahren ist der Bauteilverbund Holz-Beton in Gebäudedecken Stand der Technik. Hallers Idee ist es, diese Materialkombination nun auch in Profilstützen, z. B. im mehrgeschossigen Wohnungsbau einzusetzen. Den Hintergrund bildet ein von ihm entwickeltes neues Verfahren, mit dem aus Holz beliebige Formkörper hergestellt werden können, wie etwa auch Gebäudestützen. Mit textilbewehrtem Beton bewehrt, führt dies zu völlig neuen Ansätzen in Baukonstruktion sowie Schalungsbau und eröffnet auch ökonomisch lohnende Perspektiven.

Den 3. Preis erhielt Prof. Herbert Pöllmann aus Fürth. Seine Idee: das Abbindeverhalten zementärer Bindemittel durch den Einsatz spezieller Mischkristalle so kontrolliert zu verändern, dass damit der Abbindeprozess von Zementen deutlich präziser zu steuern ist als gegenwärtig machbar. Nach Einschätzung von Prof. Plank, Jury-Mitglied und Inhaber des Lehrstuhls für Bauchemie, TU München, könnte dies neue Möglichkeiten der chemischen Zusammensetzung von zementären Baustoffen bieten und in der Folge zu erheblichen praktischen Vorteilen für Verarbeiter führen.

Die Preise 4 - 10 vergab die sechsköpfige Jury gleichberechtigt an:

  • Peter Baumfrisch, Pottenstein (Österreich) - Idee: Signalfarbe als Schutz vor Überwässerung von Mörtel
  • Wilfried Blume, Oberammergau - Bewertet wurden die vier eingereichten Ideen in Summe
  • Udo Gantenbrink, Iserlohn - Idee: Entwicklung eines schlag- und stoßfesten Materials
  • Richard A. Kille, Andreas Post, Köln - Idee: Mineral-/Terrazzo-Optik durch recycelten Kunststoff
  • Rüdiger Korneli, Mayen - Idee: Untergrundreinigung mit Trockeneis
  • Dr. Frank Prochiner, Reutlingen - Idee: Verfahren zur Beschichtung von Betonfertigteilen mit hochfester, glatter Schutzschicht
  • Jürgen Tepe, München - Idee: Spezielle, formbare Boden- u. Wandbelagsmatten für nicht plane Oberflächen

Werner Denniger, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb ARDEX, zeigte sich mit dem Ergebnis des Ideenwettbewerbs überaus zufrieden: "Bewusst sind wir hier ganz neue Wege gegangen und haben dabei viel Zustimmung eines breiten Publikums erfahren. Überrascht hat uns das gezeigte hohe Innovationspotenzial. Ein gutes Ergebnis, schließlich sind die Innovationen von heute das Lebenselixier des Fortschritts von morgen." Von besonderer Bedeutung waren neben den eingereichten Ideen auch die vielen neuen Kontakte. Die ARDEX konnte mehrere neue Partner für gemeinsame Entwicklungsprojekte gewinnen.

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