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Diebstahlsicherung für Photovoltaik-Module

(24.5.2008) Wissenschaftler der staatlichen, italienischen Forschungsanstalt ENEA haben eine Diebstahlsicherung für Solarmodule entwickelt. Der GPS nutzende "PV-Guardian" besteht aus einem Chip, der bereits während der Produktion der Photovoltaikzelle eingebaut wird. In diesen Chip werden die geographischen Koordinaten der Photovoltaik-Anlage einprogrammiert. Wird das Panel abgebaut und an einen anderen Ort wieder installiert, muss der Chip von einem zugelassenen Experten umprogrammiert werden. Nur ein bestimmter Personenkreis soll im Besitz des dazu erforderlichen Geheimcodes sein "Wird das Passwort nicht oder unrichtig eingegeben, wird das Modul in wenigen Sekunden funktionsunfähig," erklärt Projektleiter Francesco Roca.

Die Produktionskosten des Prototypen liegen bei etwa 70 bis 80 Euro. "Wenn der PV-Guardian in Serienproduktion geht, dürften die Herstellungskosten auf 40 Euro sinken," hofft Roca. Das sei dann deutlich billiger als ein Sicherheitsdienst oder eine Diebstahlversicherung. Zur kommerziellen Verwertung des Systems seien bereits Verhandlungen mit mehreren Industrieunternehmen im Gang.

Wie pressetext.austria berichtet kommt es in Italien immer häufiger zu Diebstählen in Solarparks. Der spektakulärste Fall ist demnach der des 3,3-MW-Solarparks, den der halbstaatliche Versorger Enel in der Ortschaft Serre Persano bei Salerno betreibt. Dort sind im Verlaufe des vergangenen Jahres 7.000 von insgesamt 60.000 Modulen "abhanden" gekommen. Aufsehen erregt hatte im Dezember 2007 ein Einsatz der italienischen Wasserschutzpolizei, die auf Schiffen vor der apulischen Küste gestohlene Panele im Werte von 100.000 Euro aufgespürt und den Weitertransport nach Marokko verhindert hatte.

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