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Bauwirtschaft erwartet Erholung der Baukonjunktur für 2008 und 2009

(21.9.2008) "Angesichts der aktuellen Zahlen für das erste Halbjahr 2008 sehen wir uns in unseren bisher vorsichtig gestimmten Konjunkturerwartungen für das Gesamtjahr bestätigt." So der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider, bei der Herbst-Pressekonferenz seines Verbandes am 15.9. in Berlin.

Schneider weiter: "Bei einem geringfügigen Zuwachs der Beschäftigten um 0,5% auf 2,73 Mio. Personen wird sich das Umsatzvolumen in den Mitgliedsverbänden der Bundesvereinigung Bauwirtschaft um etwa 2% auf rund 180 Mrd. Euro erweitern. Für die Mehrzahl der Betriebe stabilisieren sich Beschäftigung, Umsatz und Ertrag."

Wirtschafts-/Gewerbebau
   ↔  öffentliche Bauinvestitionen
  Wohnungsbau

Für 2009 erwartet Schneider eine weitere Abschwächung des Wirtschaftswachstums; damit werden auch die Bauinvestitionen nur noch geringfügig um 1% zulegen nach 2% in diesem Jahr. Positive Impulse werden dabei weiterhin von den gewerblichen Bauinvestitionen und in geringerem Umfang von den öffentlichen Bauinvestitionen ausgehen. Der Wohnungsneubau werde sich nicht beleben und somit die Entwicklung der gesamten Investitionen in Wohnbauten bremsen.

Im ersten Halbjahr 2008 wurden 121,4 Mrd. Euro in Bauten investiert, das waren 8,6 Mrd. Euro bzw. 7,6% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Preisbereinigt liegt das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Bauinvestitionen bei 4,2%: Die gewerblichen Bauinvestitionen nahmen real um 6,8%, die öffentlichen Bauinvestitionen um 4,7% und die Investitionen in Wohnbauten um 2,8% zu.

Spartenbezogen legte der Wirtschaftsbau mit plus 10,6% auf 38,3 Mrd. Euro am stärksten zu. Die öffentlichen Bauinvestitionen wuchsen um 8,2% auf 14,3 Mrd. Euro und im Wohnungsbau ist bisher ein Zuwachs um 5,9% auf 68,8 Mrd. Euro zu verzeichnen. Dieser Zuwachs der Wohnungsbauinvestitionen überraschte die Bauwirtschaft, da seit Frühsommer 2006 die Genehmigungszahlen für neue Wohngebäude anhaltend auf einem historisch niedrigen Niveau liegen, was auch für das erste Halbjahr 2008 gilt: Insgesamt wurden Genehmigungen für knapp 75.000 Wohnungen erteilt, das sind 1.420 Wohnungen weniger als noch vor einem Jahr.

  • Dieser Rückgang ergibt sich nahezu ausschließlich aus dem Einfamilienhausbereich. Hier gingen die Genehmigungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1.327 Wohneinheiten auf 37.327 Wohnungen zurück.
  • Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl der genehmigten Wohnungen nur marginal (um 118 Wohneinheiten auf 7.996 Wohnungen) zu.
  • Bei den Mehrfamilienhäusern hat sich die Zahl der genehmigten Wohnungen mit 29.115 Wohneinheiten praktisch stabilisiert (+ 58 Wohneinheiten).

"Daher spricht viel dafür, dass Bestandsmaßnahmen an Wohngebäuden kräftig zugenommen haben." So Schneider.

Die günstige Entwicklung der Baugenehmigungen im Wirtschaftsbau setzte sich auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fort. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das Genehmigungsvolumen um fast 28%, so dass das Potenzial für eine rege Bautätigkeit im gewerblichen Hochbau mittelfristig erhalten bleibt.

Für den öffentlichen Hochbau hat sich das Genehmigungsgeschehen erst in den letzten drei Monaten stark belebt, dennoch ist das wertmäßige Genehmigungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 45% auf insgesamt 2,35 Mrd. Euro angestiegen ist. Die öffentlichen Haushalte konnten ihre Einnahmen im ersten Halbjahr 2008 durchweg erhöhen. Diese an sich erfreuliche Entwicklung hat jedoch nicht zu einem Rückgang der Kreditmarktschulden geführt. Diese haben sich gegenüber dem Vorquartal wie auch dem Vorjahresquartal erhöht. Ein deutlicher Spielraum zur Erhöhung der öffentlichen Bauausgaben tut sich daher nicht auf.

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