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Solarwärmestrategie 2020+: Solarthermie ist ausgereift, aber längst nicht ausgereizt


  

(7.5.2017) Die Deutsche Solarthermie-Technologie Plattform (DSTTP) hat im Rahmen der Berliner Energietage die Solarwärmestrategie 2020+ vorgestellt. Diese benennt den Forschungs- und Entwicklungsbedarf, der für die Stärkung der Solarwärme im Sinne einer weitgehend auf regenerativen Energien basierenden Energieversorgung erforderlich sei. Denn die Solarthermie-Technologie sei zwar ausgereift, aber längst nicht ausgereizt, erklärte Helmut Jäger, Vizepräsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft und Sprecher der DSTTP auf Industrieseite, und betonte in Berlin: „Wir müssen weiter hart an der Senkung der Kosten arbeiten! Die Entwicklung effizienter Systeme und Komponenten, die Vereinfachung der Installation sowie die Vereinheitlichung von Schnittstellen für eine deutlich kostengünstigere Montage sind die maßgeblichen F&E-Themen für einen Erfolg der Strategie.“

gefordert: Internalisierung der Kosten für CO₂-Emissionen

Damit die Solarwärme-Technologie ihr Potenzial ausspielen kann, sind aus Sicht der Experten gleiche Wettbewerbsbedingungen erforderlich - etwa bei der Internalisierung der Kosten für die Kohlendioxidemissionen. Jäger kritisierte: „Es kann nicht sein, dass jeder kostenlos Klimagase in die Atmosphäre ausstoßen kann. Wir zahlen auch selbstverständlich für die Müllabfuhr.“

Eine wichtige weitere Forderung ist das Mieterwärmemodell. Dabei handelt es sich um ein sinnvolles Abrechnungsmodell, das es erlaubt, Mietern Wärme aus Solarthermie zu verkaufen und als Ausgleich auf die Umlegung der „Modernisierungskosten“ zu verzichten.

Ein dringender Wunsch aus Sicht der DSTTP ist auch die Fortführung der spezifischen Förderung für die Solarthermie-Technologie. Das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung läuft noch bis Ende 2018. „Es ist von zentraler Bedeutung für das Gelingen der Energiewende im Wärmebereich, dass die Solarthermieforschung auf solider Basis so schnell wie möglich verlängert wird“, bekräftigte Dr. Harald Drück vom ITW/TZS der Uni Stuttgart in seiner Rolle als wissenschaftlicher Sprecher der DSTTP. Innerhalb der DSTTP gebe es große Bereitschaft zur Kooperation und zur Entwicklung von branchenweiten Lösungen. Darauf könnte und sollte bei der weiteren F&E-Förderung eingegangen werden.“

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