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VdZ-Appell: Gesamte(!) SHK-Lieferkette benötigt KRITIS-Status


  

(30.3.2020; upgedatet am 16.4.) Wie bereits berichtet, zählen SHK-Hand­werks­be­triebe inzwischen offiziell zur Kritischen Infrastruktur (KRITIS). Ginge es nach der VdZ, dem Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik, würde dieser Status für die gesamte SHK-Branche gelten - also auch für die herstellenden Unternehmen und Großhändler.

Dr. Michael Pietsch, Präsident der VdZ und  Geschäftsführender Gesellschafter der Pietsch Unternehmensgruppe erklärte jetzt dazu: „Es ist absolut richtig und unerlässlich, dass die Bundesregierung alles Notwendige unternimmt, um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu unterbinden. Sollten die Maßnahmen weiter verschärft werden, benötigt unsere Branche schnell Planungs- und Rechtssicherheit. In Italien wurden unlängst alle Unternehmen geschlossen, die nicht zur Aufrechterhaltung der KRITIS erforderlich sind. In Deutschland hätte ein solches Vorgehen massive Folgen für das Gemeinwesen und jeden Einzelnen. Denn nach aktuellem Stand ist nicht klar, in welchem Umfang die SHK-Branche der Kritischen Infrastruktur zugerechnet wird. Eine entsprechende Zurechnung der gesamten Lieferkette ist jedoch zwingend notwendig, damit wir unsere Leistungen - von der Produktion über den Großhandel bis zu handwerklichen Dienstleistungen - auch in einer sich zuspitzenden Gesamtsituation sicherstellen können.“

Zur Erinnerung: Zur Kritischen Infrastruktur (KRITIS) zählen laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen einträten.

Die SHK-Branche mit ihren Produkten und Dienstleistungen hat eine große Schnittmenge zu den KRITIS-Bereichen: Auch in Krisenzeiten muss die Versorgung mit Wasser, Energie und Luft nicht nur, aber insbesondere auch in Krankenhäusern und Altenheimen sichergestellt sein. Industrie, Großhandel und Handwerk sind in diesem Kontext die drei Säulen der SHK-Branche, die nur im Zusammenspiel funktionsfähig ist - argumentiert man beim VdZ.

Außerdem seien viele herstellende Unternehmen auf die Zulieferungen von technischen Komponenten, etwa zur Wärmeerzeugung oder zur Wasserversorgung, angewiesen. Diese Zulieferung müsse weiterhin gewährleistet sein. Der Großhandel liefere die Produkte just in time an die einbauenden Fachhandwerker und direkt an öffentliche Einrichtungen und Energieversorger. Dadurch werde auch in Krisenzeiten zuverlässig die Wärme- und Wasserversorgung in Deutschland sichergestellt. Zur SHK-Branche zählen übrigens über 50.000 Unternehmen mit etwa 475.000 Beschäftigten.

SHK-Handwerksbetriebe sind bereits zur Bekämpfung der Corona-Pandemie als systemrelevant eingestuft worden - siehe Beitrag vom 27.3.2020. . Sie zählen zu den benötigten Dienstleistungen der Kritischen Infrastruktur, die die Aufrechterhaltung der jeweiligen kritischen Dienstleistung (wie z.B. Wasser- und Energieversorgung) sichern.

Uwe Glock, Vizepräsident der VdZ und Vorsitzender der Geschäftsführung Bosch Thermotechnik, appelliert nun stellvertretend für die Branche an das Bundesinnenministerium und die Zuständigen in den Bundesländern, „die gesamte Lieferkette der SHK-Branche in den Blick zu nehmen und den SHK-Großhandel und die herstellenden Unternehmen als systemrelevante Einrichtungen zu definieren. Herstellende Unternehmen mit ihren Produkten und die Zulieferung über den Großhandel bilden die Grundlage, damit Handwerksbetriebe ihrer Arbeit nachgehen können. Was für einen Bereich der Branche gilt, muss zwingend auch für die anderen gelten. Die gesamte SHK-Branche will und wird ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten, dafür brauchen wir einen KRITIS-Status.“

Update vom 16.4.: Gesamte SHK-Branche ist nun Teil der Kritischen Infrastruktur (KRITIS)

Die gesamte SHK-Branche ist inzwischen von der Bundesregierung als Teil der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) eingestuft worden. Industrie, Großhandel und Handwerk der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche gelten folglich als systemrelevant - siehe Beitrag vom 16.4.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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