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Kastulus Bader 81-jährig gestorben


Kastulus Bader
    

(23.1.2022) Am 19. Januar ist Kastulus Bader, der die  Leip­fin­ger-Bader Ziegelwerke in Vatersdorf jahrzehntelang geleitet und zu einem deutschlandweit führenden Unternehmen in der Baustoff-Branche aufgebaut hat, im Alter von 81 Jahren verstorben.

Herr Bader war in jeder Hinsicht ein Vollblutunternehmer mit Leib und Seele. Nachdem er im Jahr 1963 mit 23 Jahren als Diplom-Ingenieur in den elterlichen Betrieb eintrat, waren es vor allem seine unternehmerischen Visionen und seine beeindruckende Fähigkeit, diese auch erfolgreich in die Tat umzusetzen, die die Grundlagen für die rasante und bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte von Leipfinger-Bader legten.

Getreu seinem Lebensmotto „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ hat Herr Bader die Ziegelwerke sowohl menschlich wie auch unternehmerisch über mehr als vier Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Den Ziegel als einen gesunden und zukunftsfähigen Baustoff beständig weiterzuentwickeln, war ihm immer eine Herzensangelegenheit, für die er keiner Herausforderung aus dem Weg ging. Leipfinger-Bader setzte gerade durch Herr Baders Unternehmensführung Maßstäbe in der Branche und wuchs im Lauf der Jahre zu einem der deutschlandweit führenden Produzenten von nachhaltigen Ziegelprodukten.

Viele Jahre stellte Herr Bader bei der Deubau in Essen und der BAU in München den aktuellen Geschäftsverlauf der Unipor-Ziegelgruppe und einen Ausblick auf das kommende Jahr vor. Foto aus dem Beitrag „Unipor verzeichnet Aufwärtstrend“vom 25.1.2011

Ab 1976 stand Herr Bader über drei Jahrzehnte ehrenamtlich auch an der Spitze mehrerer Institutionen der Ziegelindustrie - sowohl in Bayern wie auch auf Bundesebene. Er war u.a. ...

  • Gründungsmitglied und über 36 Jahre Präsident und Vorsitzender der Unipor-Interessengemeinschaft e.V.,
  • Vorsitzender des Ziegelforums e.V.,
  • Präsident und seit 2012 Ehrenpräsident des Bayerischen Ziegelindustrieverbandes e.V. sowie
  • Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie.

1991 wurde Herr Bader in das Industrie- und Handelsgremium Landshut der IHK Niederbayern gewählt, 1992 berief man ihn ins Kuratorium des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. Darüber hinaus wurde Herr Bader ab 1971 32 Jahre lang in ununterbrochener Folge zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Raiffeisenbank Buch-Eching-Vatersdorf eG gewählt.

1991/1992 übernahm Kastulus Bader die Präsidentschaft des Lions-Club Landshut und initiierte in dieser Zeit das Wohltätigkeitskonzert des Clubs. Im Jahr 2010 gründete er zusammen mit seiner Ehefrau Elfriede Bader-Nusser die Kastulus-Bader-Stiftung, die seither Projekte im Naturschutz, in der Jugend- und Altenhilfe sowie Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung fördert. Auch die Unterstützung von Hilfseinrichtungen für sozial Benachteiligte war ihm ein großes Anliegen.

Für sein beeindruckendes Lebenswerk als Unternehmer, für sein Vorbild im Sinne einer Mensch und Natur gleichermaßen wertschätzenden Firmenpolitik und für seine Verdienste für die Gesellschaft hat Kastulus Bader mehrere hochrangige Auszeichnungen erhalten. Unter anderem wurden ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Bayerische Staatsmedaille verliehen.

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