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Mit Bitumenschindeln gedecktes Satteldach(!) mit PMMA-Flüssigabdichtung ertüchtigt

(3.11.2022) Weil an seinem Bitumenschindeldach nach über vier Jahrzehnten trotz wiederholter partieller Reparaturen immer wieder Risse auftraten, entschied sich ein privater Bauherr aus Berlin nun für eine ganzheitliche Sanierung. Aus wirtschaftlichen Gründen wünschte er, diese ohne Abriss zu realisieren. Darum wurde die Neuabdichtung des gesamten Daches inklusive aller Details mit Flüssigkunststoff von Triflex durchgeführt.

Fotos © Triflex 

Für Flachdächer hat sich das Material auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA) längst etabliert, am Steildach jedoch war sein Einsatz für den beauftragten Dachdeckerbetrieb eine Premiere. Gemeinsam haben er und Triflex an einer Lösung gearbeitet, die eine Haftung des Harzes auch auf einer geneigten Fläche sicherstellt. Auf dieser Basis konnte am Dach des Einfamilienhauses binnen kurzer Zeit die Dichtigkeit wiederhergestellt werden – mit einem Ergebnis, das beständig ist, budgetfreundlich umzusetzen war und auch optisch zusagt.


  

Das Einfamilienhaus aus den 1930er Jahren in Berlin-Mitte, das der heutige Besitzer 2004 gekauft hat, war - wie für ältere Bauten aus DDR-Zeiten üblich - mit Bitumenschindeln eingedeckt. Der Bauherr vermutet, dass das Dach aus den 1980er Jahren stammt. Trotz mehrmaliger partieller Reparaturen kam es am Bitumen immer wieder zu Rissbildungen, aufgrund derer bereits Einlaufschäden vorlagen.

Dachneuabdichtung ohne Abriss

Der Bauherr ging eigenen Angaben zufolge alle Optionen durch: „Es war fraglich, ob eine Neueindeckung mit anderen Schindeln statisch umsetzbar wäre. Und Wellblech war für uns keine Alternative. Wenn, dann hätten es wieder Bitumenschindeln werden müssen.“ Dem Bauherrn lag bereits ein Angebot für eine Neueindeckung vor, das er jedoch als zu kostspielig empfand: „Allein die Entsorgung der Bitumenschindeln als Sondermüll war sehr teuer.“ Eine befreundete Architektin verwies ihn daraufhin an den örtlichen Dachdeckerbetrieb ABD Bedachungen. Auf der Website des Unternehmens stieß der Hauseigentümer auf die Möglichkeit, das Dach mit Flüssigkunstsoff zu sanieren - und das ganz ohne Abriss.

Aufgrund des geringen Eigengewichts der PMMA-basierten Abdichtung kann diese auf den Altbestand aufgetragen werden, ohne die Statik negativ zu beeinflussen. „Vor allem die große Zeitersparnis war ausschlaggebend. Und auch, dass wir mit dieser Lösung ein optisch ansprechendes Ergebnis realisieren konnten“, erinnert sich der Bauherr.

Erst die Details ... 

Dachdeckermeister und ABD-Geschäftsführer Réne Zschiebsch fügt hinzu: „Zudem ist PMMA viel beständiger als Bitumen. Auch in Anbetracht der vielen Durchdringungen am Dach, die es in die Abdichtung miteinzubeziehen galt, erwies sich eine Flüssigabdichtung als vorteilhaft. Der Blitzschutz zum Beispiel hätte ansonsten zurückgebaut und neu aufgebaut werden müssen. So konnten wir ihn im Bauteil belassen.“

Premiere am Steildach

Herr Zschiebsch arbeitet bereits seit rund 20 Jahren mit Flüssigabdichtungen von Triflex - bislang jedoch ausschließlich am Flachdach. „Das Dach am Eigenheim der Familie Herbst hat mit bis zu 25 Grad eine relativ starke Neigung. Da darf das Material nicht abgleiten“, beschreibt Réne Zschiebsch die Anforderung. Während das Dachflächen Abdichtungssystem Triflex ProTect am Flachdach bewährt ist, bietet es noch weitaus vielseitigere Einsatzmöglichkeiten. Gemeinsam mit einem Anwendungstechniker von Triflex erstellte der Dachdeckermeister Muster und führte Haftzugversuche durch. „Wir haben so lange probiert, bis wir die richtige Menge Stellmittel ausgemacht hatten, mit der es zu keinem Abrutschen kam. Dank Triflex hat die Umsetzung super geklappt“, freut sich Dachdeckermeister Zschiebsch.

... dann die Fläche. 

Erst die Details, dann die Fläche

Vor Beginn der Abdichtungsarbeiten haben die Verarbeiter eine Untergrundvorbehandlung durchgeführt. In einem ersten Schritt wurden dann zunächst alle Durchdringungen mit der systemintegrierten, vliesarmierten Detailabdichtung Triflex ProDetail ausgeführt. Das Material ist rissüberbrückend und haftet auch an komplexen Geometrien sowie am senkrechten Bauteilanschluss vollflächig.

Dann erfolgte die Bearbeitung der Fläche mit Triflex ProTect. Dabei wird das Harz satt vorgelegt, eine Lage Triflex Spezialvlies eingelegt und schließlich eine zweite Schicht aufgetragen. Die Arbeiten mit der Rolle machten den Verarbeitern auch am Satteldach keine Probleme. Um dem Ton der Bitumenschindeln so nah wie möglich zu kommen, entschied sich der Bauherr für einen Versiegelung mit Triflex Cryl Finish 205 in Blaugrau (7031). Die Wartungswege wurden mit Triflex Cryl SC 237 in Signalgelb abgesetzt:

Kosteneffizient, ohne an der Qualität zu sparen

Die Arbeiten am Dach, einschließlich eines Tausches der Dachflächenfenster, konnten innerhalb von fünf Wochen fertiggestellt werden. Die Abdichtung mit Flüssigkunststoff könnte für viele Häuser mit alter Bitumenabdeckung eine preisgünstige Alternative zur Neueindeckung darstellen. Schließlich stellt die Reparaturmaßnahme nicht nur eine Problemlösung, sondern auch eine Maßnahme zur Wertsteigerung der Immobilie dar.

Weitere Informationen zur Sanierung eines mit  Bitumenschindeln gedeckten Satteldaches können per E-Mail an Triflex angefordert werden.

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