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Paschal führt RFID-Transpondertechnik bei Betonschalungen ein

(16.5.2007) "Einzigartigkeit" wird gemeinhin mit Menschen, Kunst oder exklusiven Produkten in Verbindung gebracht. In der Industrie bedeutet sie dagegen nichts anderes als Unverwechselbarkeit, leichte Identifizierung und dadurch Sicherheit für alle Beteiligten einschließlich der Sicherung des Produkthaftungsgesetzes.


Die Paschal-Werk G. Maier GmbH personalisiert als weltweit erster Schalungshersteller seine Schalungselemente mittels RFID. Die Paschal-Ident-Technologie verleiht jedem damit versehenen Schalungselement eine elektronische Kennung und somit eine Unverwechselbarkeit. Hierdurch ist eine eindeutige und unmissverständliche Identifizierung möglich, was der Schalungsindustrie verschiedene Vorteile verspricht:

  • Der Käufer eines Schalungssystems weiß jederzeit um die Herkunft und Vorgeschichte seiner Ware. Damit erschließen sich ganz neue Möglichkeiten, Schalungselemente einzuschätzen und zu verwalten.
  • Der Eigentümer weiß unterschiedliche Elemente klar zuzuordnen. Dementsprechend kann er beispielsweise Elemente vergleichbarer Qualität leichter disponieren.
  • Der Investor kann seinen Bestand objektgenau abschreiben. Zuvor war dies nur für Chargen oder den kompletten Mietpark möglich.
  • Die Leasing-Kreditgeber haben eine zweifelsfreie Wertsicherheit. Sie wissen jederzeit, welche ihrer Elemente wo sind.
  • Produkthaftung und Rückverfolgung im Sinne der EU-Norm 9001 werden erheblich verbessert. Damit sind Firmen, die Schalungen mit Transpondern einsetzen, bereits heute für kommende EU-Regelungen gerüstet.
  • Der Bauleiter weist der Bauüberwachung und dem Auftraggeber gegenüber nach, dass er hochwertigste Produkte einsetzt.
  • Fälschungen oder Nachbauten werden sofort erkannt.

Die Informationsaufnahme geht unkompliziert, schnell und eindeutig vonstatten: Man fährt mit einem Lesegerät an der Schalung entlang. Die Daten werden per Schnittstelle in eine Verwaltungs-Software überspielt. Die Datenformate sind für alle gebräuchlichen Formate (Excel, Acces usw.) kompatibel und können damit auch in weniger verbreitete Software eingelesen werden; es sind keine teuren Zusatz-Programme erforderlich. Inventuren und andere Vorgänge werden beschleunigt, die Fehlerquote verringert. Hintergrunddaten wie Zahl der Einsätze usw. können zu aussagefähigen und damit produktrelevanten Statistiken herangezogen werden.

RFID, die Radio-Frequenz-Identifikation (engl.: Radio Frequency Identification), basiert auf drei Komponenten: Dem in ein Objekt integrierten Informations-Chip, dem Lesegerät und der Software. Die Einheit von Chip plus Antenne, die in einem stabilen Spezialgehäuse verborgen sind, nennt man Transponder  (der runde "Knopf" im Bild rechts). Mit dieser Kombination ist es möglich, beliebige Objekte unverwechselbar und berührungsfrei zu identifizieren und nach Belieben zu verwalten. Für die Schalungstechnik bedeutet dies, dass jedes einzelne Schalungselement einen individuellen Lebenslauf erhält: nicht nur Namen, Fertigungsort, Alter und Gewicht, sondern zusätzlich alles, was wichtig erscheint, von Einsatzzahlen über den technischen Zustand bis zum Zeitwert.

Die besondere Aufgabe der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Paschal bestand darin, die empfindlichen elektronischen Informationsträger so in das Schalungsmaterial zu integrieren, dass sie dem harten Umgang auf der Baustelle gewachsen sind. Weiterhin müssen die Arbeitsvorgänge so angepasst werden, dass eine Serienfertigung überhaupt möglich wird. Beides ist offensichtlich mittlerweile gelungen. Prototypen wurden auf der Bauma 2007 vorgestellt. Ende 2007 soll die Serienfertigung starten.

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