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Neue Interfacegeräte binden Pumpen in die Gebäudeautomation ein

(20.12.2007) Wo Heizungssysteme, Klima- und Kälteanlagen oder zentrale Warmwassernetze über Gebäudemanagementsysteme gesteuert und überwacht werden, kommt nicht zuletzt der Integration der Umwälz- und Zirkulationspumpen zentrale Bedeutung zu. Sie können inzwischen über Bussysteme in die Gebäudeautomation eingebunden und auf diese Weise zentral gesteuert sowie überwacht werden. Die wichtigsten Regeln der Technik für Planer und Anlagenbetreiber befinden sich dabei unter anderem in der VDI-Richtlinie VDI 3814 (Gebäudeautomation; siehe auch Beitrag vom 7.5.2007).


Neue Interfacegeräte, mit denen sich kommunikationsfähige Heizungs- und Zirkulationspumpen bedarfsgerecht an die bauseitige Gebäudeleitautomation anschließen lassen, hat jetzt die WILO SE (Dortmund) vorgestellt. Die Geräte ...

  • Wilo-AnaCon,
  • Wilo-DigiCon mit
  • Wilo-DigiCon-A

... sind technisch auf die VDI 3814 abgestimmt und lösen die bisher lieferbaren analogen und digitalen Schnittstellenkonverter ab. Sie sind Bestandteil eines umfassenden Sortimentes für das Pumpen-Management, das der Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen unter dem Dach "Wilo Control" zusammengefasst hat.

Die Neuheiten eignen sich zum Anschluss der Wilo-Baureihen Stratos/Stratos-Z/Stratos-D, TOP-E/ED, Crono-Line-IL-E, CronoTwin-DL-E, VeroLine-IP-E und VeroTwin-DP-E. Die kompakten Steuergeräte versprechen durch eine einfache Verdrahtung zur Pumpe ein hohes Maß an Installationssicherheit. Sie weisen zudem Standardmaße für die Hutschienenmontage in gängigen Schaltschränken auf.

Bei Wilo-AnaCon handelt es sich um ein Schnittstellengerät zum Anschluss einer Einzel- oder Doppelpumpe an bauseitige Steuerungs- und Überwachungseinheiten mit konventionellen Ein- und Ausgangskanälen. Es setzt drei verschiedene Regelungsarten (Differenzdruck konstant, Differenzdruck variabel, Drehzahl konstant) um und ermöglicht die Fernsteuerung von Differenzdruck-Sollwert (0-10V) sowie der Betriebszustände Ein, Min, Max und Aus. Zusätzlich kann der Sollwert direkt am Gerät vorgegeben werden. Für die Betriebs- und Störmeldung stehen potenzialfreie Kontakte nach VDI 3814 zur Verfügung. Mehrfarbige Leuchtdioden signalisieren den Betriebszustand der angeschlossenen Elektronikpumpen.

Für bauseitige Steuerungs- und Überwachungseinheiten mit digitaler RS 485-Schnittstelle ist das neue digitale Steuergerät Wilo-DigiCon konzipiert. Hier können bis zu vier Einzel- und/oder Doppelpumpen angeschlossen und separat geregelt werden. Neu ist die Möglichkeit, durch die RS485-Busschaltung über maximal 64 "Wilo-DigiCon"-Einheiten bis zu 256 Pumpen per Gebäudeleittechnik oder Wilo-Alarm-Modem anzusteuern und zu überwachen. Hieraus sollen vor allem in komplexen haustechnischen Anlagen erhebliche Vereinfachungen bei Installation und Regelung resultieren. Die Option Wilo-DigiCon-A für jeweils zwei Pumpen verfügt über eine Handbedienebene. Hiermit können gezielt Busbefehle oder die gespeicherten Vorgaben zeitweise oder dauerhaft überschrieben werden, falls zum Beispiel die Verbindung zum RS485-Bus unterbrochen ist oder eine Pumpe lokal gesteuert werden soll. Die einwandfreie Kommunikation zum RS485-Bus und zu den Elektronikpumpen wird durch mehrfarbige LEDs angezeigt, der Betriebs- und Störzustand der Pumpen wird durch potenzialfreie Kontakte gemeldet.

Das digitale Steuergerät setzt die vier Regelungsarten (konstanter Differenzdruck, variabler Differenzdruck, temperaturgeführter Differenzdruck, Drehzahlsteller) um und ermöglicht neben der Fernsteuerung der wichtigsten Pumpenfunktionen auch die Abfrage von Pumpendaten wie Förderhöhe und -menge, Leistungsaufnahme, elektrischer Verbrauch und Betriebsstunden. Diese Daten können dem Facility Management unter anderem bei der Optimierung des Gesamtsystems und bei der Koordination von Wartungseinsätzen helfen.

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