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Monolithische Ziegelhäuser erreichen Passivhaus-Standard

  • Passivhaustagung: Ziegelwerke Leipfinger-Bader präsentieren Passivhaus-Wandsystem, das keine Zusatzdämmung benötigt

(21.4.2008) Überraschung auf der internationalen Passivhaustagung: Als erster Mauerziegel-Hersteller Deutschlands stellten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader in Nürnberg ein monolithisches Wandsystem für Passivhäuser vor, das keine Zusatzdämmung der Außenwände (WDV-System) benötigt. Möglich machen es die neuen Mauerziegel mit "Coriso-Technologie": Sie sind mit hochwärmedämmenden Mineralgranulaten gefüllt, die auch den Schallschutz im Haus deutlich verbessern sollen. Für den passivhausgerechten Einsatz der gefüllten Mauerziegel stellte das Unternehmen zudem seinen neuen "Wärmebrücken-Katalog" vor. Er enthält 21 Wärmebrücken-Details für die Projektierung von Passivhäusern. Auf der Tagung wurden alle technischen Unterlagen zum neuen Wandsystem offiziell Professor Wolfgang Feist vom Passivhaus-Institut übergeben.


Geschäftsführer Thomas Bader (li.) überreichte die technischen Unterlagen zum neuen "Passivhaus-Wandsystem" an Professor Wolfgang Feist vom Darmstädter Passivhaus-Institut - begleitet von Professor Harald Krause (re.) von der Hochschule Rosenheim.

Durch die aktuelle Klimadiskussion und steigende Energiepreise tritt energiesparendes Bauen immer mehr in den Fokus. Als weltweit anerkannter Standard gilt derzeit das "Passivhaus": Bei einem Heizwärmebedarf von jährlich unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter bewirkt er eine erhebliche Energie-Einsparung im Haus. Zu diesem Thema treffen sich jährlich Architekten und Entscheider der Baubranche. Die diesjährige internationale Passivhaustagung fand am 11. und 12. April in Nürnberg statt. In diesem Rahmen überreichten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader dem Darmstädter Passivhaus-Institut umfassende Unterlagen zu ihrem neuen "Passivhaus-Wandsystem mit Coriso-Technologie" (Core=Kern, Iso=Isolation). Das Wandsystem ermöglicht den Bau von Passivhäusern, ohne dass eine Zusatzdämmung der Außenwände benötigt wird. Mit der Übergabe der Unterlagen an Professor Wolfgang Feist leiteten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader die Qualitätsprüfung des Wandsystems durch das Passivhaus-Institut ein - mit dem Ziel, das Passivhaus-Zertifikat zu erhalten.

Hoher energetischer Standard

Das Passivhaus erfordert bereits in der Planungsphase eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes. Die hohe Qualität der Gebäudehülle kommt in den sehr guten U-Werten der wärmebrückenfreien und luftdichten Konstruktion zum Ausdruck. Als Nachweisverfahren hat sich das Passivhaus-Projektierungspaket (PHPP) des Passivhaus-Institutes in der Praxis bewährt (siehe auch Beitrag "Neues Passivhaus Projektierungspaket 2007" vom 2.7.2007). Die Wärmebrückenfreiheit setzt eine Analyse aller Anschlussdetails voraus, da ein pauschaler Zuschlag für Wärmebrücken nach DIN 4108 Beiblatt 2 für Passivhäuser nicht möglich ist. Eine wertvolle Hilfe ist hierbei der neue Wärmebrücken-Katalog von Leipfinger-Bader: Er enthält 21 ausgearbeitete Wärmebrücken-Details für die Projektierung von Passivhäusern und zeigt nachvollziehbar, wie sich ein "wärmebrückenfreier Hausbau" realisieren lässt. Auf der internationalen Passivhaustagung stellte zudem Professor Harald Krause von der Hochschule Rosenheim in einem Vortrag die Projektierung von Passivhäusern in monolithischer Bauweise vor.

Die Wahl des geeigneten Baustoffes

Eine wichtige Rolle beim monolithischen Passivhaus spielt die Wahl des richtigen Wandbaustoffes: Hochwärmedämmende Mauerziegel sind nicht nur aus energetischer Sicht sinnvoll, sondern sorgen als natürlicher und feuchteregulierender Baustoff auch für ein gesundes Wohnklima. Das gilt auch für die Coriso-Mauerziegel: Mit ihrer Dämmfüllung aus natürlichen Mineralgranulaten optimieren sie die ohnehin gute Wärmedämmung bestehender Ziegel so deutlich, dass damit nun offensichtlich auch Passivhaus-Standard erreicht werden kann. Der Dämmstoff ist nachhaltig im Sinne von Umwelt, Hygiene und Gesundheit, wie Untersuchungen des Institutes für Baubiologie Rosenheim (IBR) belegen. Ein weiterer Vorteil: Die Mineralgranulate sind so beschaffen, dass sie - unabhängig vom Lochbild - in bestehende traditionelle Mauerziegel gefüllt werden können. Die gefüllten Mauerziegel von Leipfinger-Bader können daher auf bewährte Weise gesägt und verarbeitet werden - ohne Einschränkung. Somit bleiben alle Vorteile der klassischen Ziegelbauweise vollständig erhalten. Damit lassen die gefüllten Mauerziegel mit Coriso-Technologie ein ideales Zusammenspiel von Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und massiver Bauweise erwarten - siehe auch Beitrag "Enthüllung in Orange: Neuer 0,08er Unipor mit Mineral-Granulaten gefüllt" vom 12.1.2007.

Der im Text erwähnte "Wärmebrücken-Katalog" ist in seiner endgültigen Version für Mitte 2008 angekündigt. Andere Informationen zum Thema "Passivhaus-Wandsystem mit Coriso-Technologie" können aber direkt bei den Ziegelwerken Leipfinger-Bader per E-Mail an info@leipfinger-bader.de angefordert werden.

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