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Neues Passivhaus Projektierungspaket 2007

(2.7.2007) Das Passivhaus Institut Darmstadt hat die wichtigste Standardsoftware für Passivhäuser, das Passivhaus Projektierungspaket (PHPP), entscheidend aktualisiert und erweitert. Unter dem Namen PHPP 2007 bietet die neueste Version Datenblätter für Nichtwohngebäude, eine stärkere Internationalisierung, ein verbessertes Verfahren für den Sommerfall und ein neues Datenblatt für Wärmepumpen-Kompaktgeräte.

Das PHPP ersetzt komplexe Gebäudesimulationen und wurde ursprünglich an über 300 Passivhäusern mit detaillierten wissenschaftlichen Messprogrammen validiert. Es wurde vom Passivhaus Institut Darmstadt erstmalig 1998 veröffentlicht und zuletzt 2004 aktualisiert. Die Berechnung eines Passivhauses nach PHPP (oder einem gleichwertigen Verfahren auf der Grundlage der DIN ISO 13790) ist Voraussetzung für einen vergünstigten Kredit der KfW-Förderbank.

Alle Neuerungen im PHPP 2007 im Detail

Nichtwohngebäude: Auf einem neuen Tabellenblatt kann der Strombedarf für Beleuchtung, Arbeitshilfenstrom und Küchen von Nichtwohngebäuden bilanziert werden. Ein weiteres Blatt dient der Überprüfung bzw. Projektierung der internen Wärmegewinne von Nichtwohngebäuden. Nutzungsprofile erleichtern die Projektierung des Strombedarfs und der internen Wärmequellen - zusätzlich können eigene Profile definiert werden.

Internationalisierung: Die Entwickler des PHPP haben auf das starke internationale Interesse am Passivhaus reagiert. Die neueste Version enthält zahlreiche neue Klimadaten, insbesondere komplette Klimadatensätze für Österreich und die Schweiz, Ostdeutschland sowie für wichtige Städte im übrigen Westeuropa. Struktur und Bedienung des Blattes wurden optimiert. Die Algorithmen zur Berechnung des Solarstrahlungsangebots und der Verschattung sind jetzt auch außerhalb Mitteleuropas gültig. Auf dem Tabellenblatt Lüftung ersetzt ein klimaunabhängiger Wirkungsgrad für Erdreichwärmeübertrager den Wärmebereitstellungsgrad.

Sommerfall: Für Fälle, in denen aktive Kühlung erforderlich ist, berechnet das PHPP 2007 nun den Nutzkältebedarf. Der Energiebedarf für latente Lasten, d.h. für Luftentfeuchtung, wird abgeschätzt. Das neue Blatt Kühlgeräte bestimmt den maximalen Kühlleistungsbedarf als Tagesmittelwert. Eine eventuelle Raumkühlung wurde in die Primärenergiebilanz aufgenommen. Das für Passivhäuser in Mitteleuropa bereits bewährte Sommerfallverfahren berücksichtigt nun explizit Erdreichkopplung, die Solarstrahlungsabsorption auf den opaken Außenoberflächen sowie verschiedene Arten der Nachtlüftung. Für den Sommerfall ermittelt das PHPP einen zweiten Satz Erdreichtemperaturen. Die Strahlungsbilanz opaker Außenbauteile kann nun ebenfalls berücksichtigt werden. Verschiedene Fensterlüftungsströme kann das PHPP nun übersichtlich nebeneinander darstellen.

Wärmepumpenkompaktgeräte: Im Hinblick auf die im Laufe des Jahres 2007 beginnende Zertifizierung von Wärmepumpen-Kompaktgeräten wurde das Blatt *Kompakt* vollständig überarbeitet.

Das Tool für Gebäudeenergiebilanzen ist ab sofort direkt beim Passivhaus Institut erhältlich. Es kostet 93 Euro bzw. 55 Euro als Aktualisierung für ältere PHPP Versionen (jeweils zzgl. Versand).

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