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Selbstklebende Schindeleindeckung von 15° bis 90° Dachneigung

(20.5.2008) Schindeln sind eine Alternative für Dächer mit geringer Dachneigung, und sie werden bei der Bekleidung von Schornsteinen und Fassaden verwendet. Für die "Shield"-Schindeln der ostdeutschen IKO Dachschindeln Vertrieb GmbH wird so ein Einsatzbereich von 15° bis 90° Dachneigung angegeben. Von Bitumenschindeln mit herkömmlichen Klebepunktsystemen unterscheiden sie sich durch ihre großflächigen Selbstklebefelder.


IKO-Shield-Schindeln sind in 3 Formen ...

  • DiamantShield (Dreieck),
  • BiberShield (Biberform) und
  • ArmourShield (Wabe)

... sowie in 12 verschiedenen Farbvarianten, unifarben oder mit interessanten Schattierungsvarianten, erhältlich. Schattierte Schindeln gleichen gut leichte Unebenheiten der Dachschalung aus und eigenen sich damit vor allem für Sanierungsvorhaben.

Das mineralische Granulat, welches die Schindeln schützt und ihnen eine angenehme Oberflächenoptik geben soll, ist thermisch durchgefärbt und haftet durch seine kugelförmige Struktur sehr gut im Bitumen. Außerdem sind die IKO-Schindeln mit einem Schwerglasvliesträger versehen, der gute Reißwerte der Schindeln verspricht. Sie sind alle mit CE Label versehen und die konstante Qualität wird durch die Prüflabors der TU München überwacht.

Alle Shield-Schindeln gelten als harte Bedachung und haben das besonders beim Neubau geforderte Zertifikat, das die Anforderungen hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme nach DIN 4102 Teil 7 festlegt.

Die Fachregel für Dacheindeckungen mit Bitumenschindeln, ausgegeben vom ZVDH im Jahre 2001, unterscheidet zwei unterschiedliche Schindel Deckungsarten:

  • Deckungen mit neigungsabhängiger Höhenüberdeckung
  • Deckungen mit vorgegebener Höhenüberdeckung

Bei Deckungen mit neigungsabhängiger Höhenüberdeckung werden die Schindeln nach dem Prinzip der Doppeldeckung verlegt. Eine Deckungsart, die sich in Bezug auf Regensicherheit schon über viele Jahrzehnte bewährt hat. Bei dieser Deckungsart muss das erste Gebinde vom dritten Gebinde um die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Mindestwerte überdeckt werden.

Dachneigung Mindestüberdeckung
> 15° > 100 mm
> 25° > 80 mm
> 35° > 60 mm
> 45° > 50 mm

Deckungen mit vorgegebener neigungsunabhängiger Höhenüberdeckung, wozu die IKO-Shield-Schindeln zählen, wurden im Jahr 2001 neu in die Fachregeln aufgenommen. Bei dieser Verlegungsart muss die Größe der Klebefelder im Verhältnis zur Gesamtfläche der Schindel mindestens den Vorgaben der nachfolgenden Tabelle entsprechen:

Schindelform

Anforderung der Norm
(Größe der Klebefelder im Verhältnis zur Gesamtfläche der Schindeln)

Dreieck > 25 %
Wabe > 18 %
Biber > 24 %

Die IKO-Schindeln liegen über der Norm: Die Größe der Klebefelder im Verhältnis zur Gesamtfläche beträgt bei ...

DiamantShield (Dreieck) 50 %
ArmourShield (Wabe) 50 %
BiberShield (Biber) 40 %

Das selbstklebende Feld der Schindeln unterstützt die Vernagelung und verspricht eine optimale Regensicherheit, eine dauerhafte Dichtigkeit des Daches und die unmittelbare Verklebung der Schindelzungen nach der Verlegung sowie eine Windresistenz bis 220 km/h (Sturmstärke ).


Eine Dachdeckung mit Shield-Schindeln ist laut IKO bei Dächern mit einer niedrigen Dachneigung (ab 15° Dachneigung) wirtschaftlich interessant, da weniger Materialeinsatz als bei neigungsabhängigen Schindeln nötig und eine schnellere Verarbeitung möglich sei.

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