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„SG Ready“-Zertifizierung: Wärmepumpen-Branche präpariert sich für's Smart Grid-Zeitalter

„SG Ready“ Logo des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) e.V.
  

(12.11.2012) Der Bundesverband Wärmepumpe hat gemeinsam mit 17 Herstellern beim 10. Forum Wärmepumpe in Berlin das neue SG-Ready-Label präsentiert, das künftig Smart-Grid-fähi­ge Wärmepumpen kennzeichnet.

Die Netzintegration regenerativen Stroms gehört zu den drän­gendsten Problemen der Energiewende. Die Lösung liegt in in­telligenten Stromnetzen (Smart Grids). Moderne Wärmepumpen können ein Teil dieser Lösung sein. Im Rahmen des 10. Forum Wärmepumpe stellten Paul Waning, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Wär­mepumpe (BWP) e.V., und BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski gemeinsam mit Industrievertretern das Label „SG Ready“ vor, mit dem in Zukunft Smart-Grid-fähige Wärmepumpen zertifiziert werden sollen.

Scheinbar unaufhaltsam schreitet die Energiewende am Strommarkt voran. Regenera­tive Energiequellen - also Wind, Sonne, Wasserkraft, Tiefengeothermie und Biomasse - machen bereits ein Fünftel des hiesigen Stromverbrauches aus (siehe auch Baulinks-Beitrag "Wind, Sonne, Biomasse, Wasser deckten von Januar bis September 26% des Strombedarfs" vom 6.11.2012). Und es könnte weit mehr sein, denn die installierte Leistung der Erneuerbaren liegt ungefähr doppelt so hoch. Woher kommt diese Diskre­panz?

Windräder und Solarzellen liefern Strom nur bei entsprechender Witterung. Weht lange starker Wind, produzieren die Windparks besonders viel Elektrizität - Energie, für die es nicht immer Abnehmer gibt. In Zeiten schwacher Nachfrage, z.B. nachts, entsteht so ein Überangebot an Strom, das die Stromnetze zu überlasten droht. Darum muss­ten in den letzten Jahren häufig Erneuerbare Energien abgeschaltet werden. Um diese Produktionsspitzen abzufangen, werden Speicher benötigt. Heizsysteme mit Wärme­pumpe können als solche fungieren:

  • Sie können unabhängig vom Bedarf überschüssigen Strom in thermische Energie umwandeln,
  • die dann in einem Puffer- oder Warmwasserspeicher „gelagert“ wird.

Bereits heute können die Netzbetreiber bei Stromknappheit Wärmepumpen-Anlagen zeitweise abschalten. Um ihr Speicherpotenzial noch besser zu nutzen, benötigt die Wärmepumpe eine entsprechend smarte Regelungstechnik. Diese können Verbraucher in Zukunft an dem neuen Label erkennen.

Für BWP-Geschäftsführer Stawiarski ist dies auch ein Beweis für die Zukunftsfähigkeit der Wärmepumpentechnologie: „Es gibt 500.000 Wärmepumpen in Deutschland, jedes Jahr kommen mehrere Zehntausend hinzu. Das Potenzial, dass sie für die Stabilisierung der Stromnetze bieten, ist enorm. Es muss nur genutzt werden. Wir als Wärmepum­pen-Branche setzen mit dem 'SG Ready‘-Label ein Zeichen, dass wir unsere Hausauf­gaben gemacht haben.“ Paul Waning pflichtet ihm bei: „Durch Smart Grid-fähige Wär­mepumpen lässt sich die Energiewende an Strom- und Wärmemarkt gleichzeitig durch­setzen.“


17 Wärmepumpen-Hersteller stehen hinter dem „SG-Ready“-Logo (Bild vergrößern)

Insgesamt siebzehn Hersteller haben erklärt, das neue Label für ihre Geräte beantra­gen zu wollen. Die ersten Modelle mit smarter Regelungstechnik werden voraussicht­lich auf der ISH im März 2013 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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