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Dezentrales Trinkwasser-Hygienekonzept für den Geschosswohnungsbau à la Uponor

(3.5.2016; SHK- / IFH/Intherm-Bericht) Eine dezentrale Systemlösung für die hygie­nisch einwandfreie Warm- und Kaltwasserversorgung im Geschosswohnungsbau aus einer Hand stellte Uponor auf den SHK-Frühjahrsmessen vor. Dabei erwärmen Wärme­übergabe-/Frischwasserstationen des Tochterunternehmens KaMo das Trinkwasser im Durchflussprinzip vor Ort in den Wohnungen, wodurch sich die Verkeimungs-/Legionel­lengefahr stark reduziert und auf Zirkulationsleitungen verzichtet werden kann:

Gleichzeitig versprechen die Ringinstallationen ...

  • niedrige Druckverluste,
  • einen geringen Wasserinhalt und
  • eine optimale Durchströmung der Leitungen.

Auf diese Weise lässt sich dauerhaft eine sehr hohe Trinkwasserqualität sicherstellen, so dass für Gebäudeeigentümer und -betreiber keine Probenahmepflicht gemäß Trink­wasserverordnung besteht. Darüber hinaus lässt sich die Systemlösung vergleichswei­se leicht installieren, da die Frischwasserstationen komplett vorkonfiguriert sowie vor­montiert geliefert werden.

Abhängig von den Systemtemperaturen werden die dezentralen Frischwasserstationen entweder direkt an den Heizungsvorlauf angebunden (3-Leiter-System) oder über ei­nen eigenen Steigstrang versorgt (4-Leiter-System). Dabei bieten sie hinsichtlich der Trinkwasserhygiene deutliche Vorteile, weil das Trinkwasser bedarfsgerecht direkt vor Ort auf die Zapftemperatur erwärmt wird. Je nach gewünschtem Warmwasserkomfort und den Systemtemperaturen auf der Heizungsseite werden die Wohnungsstationen individuell für das jeweilige Objekt ausgelegt. Aufgrund der großen thermischen Länge der Edelstahlplattenwärmetauscher soll die Vorlauftemperatur des Heizstranges nur 5°C über der gewünschten Warmwassertemperatur liegen müssen.

Einbindung von Erneuerbaren Energien

Weiterhin versprechen die Frischwasserstationen mit Warmwasserleistungen von bis zu 25 l/min bei einer Vorlauftemperatur von 65°C und einer Trinkwassererwärmung von 10°C auf 50°C einen zeitgemäßen Warmwasserkomfort. Damit einher gehen niedrige Rücklauftemperaturen, die wiederum die Effizienz bei der Wärmeerzeugung verbessern und gleichzeitig optimale Voraussetzungen für die Einbindung von Erneuerbaren Ener­gien in das Heizsystem schaffen.

Individuelle Auslegung

Aufgrund ihres modularen Aufbaus lassen sich die Frischwasserstationen für jeden Anwendungsfall passgenau konfigurieren. So können auch weitere Optionen wie etwa ein Verbrühschutz oder Wasser- und Wärmezähler zur Verbrauchserfassung integriert werden. Die komplett im Unter- oder Aufputzkasten vormontierte Station wird dann anschlussfertig ausgeliefert.

Ringinstallation vermeidet sicher Stagnation

Die Verteilung des warmen und kalten Trinkwassers in den Wohnungen erfolgt schließ­lich über Ringinstallationen. Hier wird das Wasservolumen bei jedem Zapfvorgang kom­plett ausgetauscht, so dass Stagnationen in der Stockwerksverteilung bei normalem Verbrauchsverhalten ausgeschlossen sind. Dabei führen die Parallelschaltung von Wi­derständen im Rohrnetz und die Aufteilung des Volumenstroms auf zwei Fließwege zu einer Druckverlust- und Hygieneoptimierung und zur Minimierung des Rohrinhaltes. Der Warmwasserinhalt einer typischen Wohnungsinstallation liegt damit in der Regel deut­lich unter dem im DVGW-Arbeitsblatt W 551 geforderten Grenzwert von 3 Liter, so dass auch im Stockwerk keine Zirkulation notwendig ist. Gleichzeitig werden ange­sichts der mit anderen Installationsarten vergleichbaren Ausstoßzeiten gemäß VDI 6003 auch die Komfortkriterien erfüllt.

Im Rahmen der Systemlösung wird das nahtlose Mehrschichtverbundrohr Uni Pipe PLUS eingesetzt - siehe auch Beitrag „Uni Pipe PLUS: erstes Mehrschichtverbundrohr ohne Schweißnaht“ vom  20.3.2014:

Eine Ringinstallation mit dem Mehrschichtverbundrohr ermöglicht die durchgehende Verwendung von nur einem Rohrdurchmesser im Stockwerk, wodurch das optional vor­gedämmte Rohr schnell von der Rolle verlegt werden kann. Dabei sorgt die Dämmung (λ = 0,035 W/mK) für einen geringen Außendurchmesser und eine niedrige Aufbauhöhe.

Weitere Informationen zum dezentralen Trinkwasser-Hygienekonzept für den Geschosswohnungsbau können per E-Mail an Uponor angefordert werden.

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