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Rathscheck Schiefer muss Schiefer-Abbau am Stammsitz aufgeben

(25.6.2018) Das Moselschiefer-Bergwerk in Mayen-Katzenberg wird bis Ende 2019 die Produktion von Moselschiefer einstellen - dies hat die Geschäftsleitung von Rathscheck Schiefer heute (25. Juni) mitgeteilt. Störungen in der Lagerstätte in einer Fördertiefe von ca. 400 Metern behindern demnach einen weiteren rentablen Abbau von hochwertigem Moselschiefer. Erschwerend komme hinzu, dass die Formatgrößen limitiert seien. „Dies alles führt dazu, dass die steigende Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann“, so Andreas Jäger, Mitglied der Rathscheck-Geschäftsleitung.

Die Herstellung von Dachschiefer ist Handarbeit. (aufgenommen im Rathscheck-Werk Mayen im November 2013 © baulinks/AO)

Von der Schließung der Moselschiefer-Produktion sind 51 Mitarbeiter betroffen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werde eine sozialverträgliche Lösung für die Mitarbeiter angestrebt.

Rathscheck Schiefer will im Produktsegment „Altdeutsche Deckung“ künftig auf Gestein aus Spanien setzen. Der Schiefer wird dort von den Tochtergesellschaften Grupo Cafersa sowie Pizarras Castrelos gewonnen und verspricht eine Qualität, die mit der von Moselschiefer vergleichbar ist. Beide Gesellschaften gehören seit 10 bzw. 5 Jahren zur Unternehmensgruppe. Die in Galicien beheimateten Lagerstätten sollen Rathscheck langfristig ergiebige Vorkommen für die Belieferung des Weltmarktes sichern.

Der Standort Mayen bleibt auch weiterhin Hauptsitz der Unternehmensgruppe.

Foto aus dem Beitrag „Rathscheck verzichtet ganz auf Schieferromantik beim eigenen Büro- und Schulungsgebäude“ vom 11.12.2013)

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