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NRW: Dramatischer Anstieg der Insolvenzen in Architektur- und Ingenieurbüros

(24.2.2003) Einen dramatischen Anstieg der Insolvenzen in Architektur- und Ingenieurbüros ist im abgelaufenen Jahr zu verzeichnen gewesen. Darauf hat der BDB-Landesverband NRW, mit 7.000 Mitgliedern größter gemeinsamer Architekten- und Ingenieurverband, heute in Düsseldorf hingewiesen.

Ausweislich aktueller Zahlen des NRW-Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahr nahezu 64,5 %. Betroffen waren in lfd. Verfahren dabei rd. 230 Büros mit insgesamt 3.685 Mitarbeitern.

Auch die Zahlen des Baugewerbes weisen weiter nach unten: Insgesamt sind z.Zt. 1942 Insolvenzverfahren laufend, betroffen sind hier knapp 9.400 Beschäftigte, der Anstieg gegenüber dem Vorjahr lag bei exakt 20%.

"Die Talfahrt der Bauwirtschaft setzt sich nunmehr seit neun Jahren fort ", so Robert Dorff, Vorsitzender des BDB-NRW. "Der einstigen Konjunkturlokomotive Bauen geht nunmehr auch noch der letzte Dampf aus", stellte Dorff fest.

Dorff forderte erneut ein "Sofortprogramm Bauen". Er wiederholte damit die Forderung der NRW-Delegierten aus der Mitgliederversammlung Herbst 2002.

Auf die damals verfasste Resolution des höchsten Gremiums des Verbandes seien zwar Reaktionen seitens der Politik erfolgt, die sich jedoch überwiegend in der Bitte um Verständnis für die leeren Kassen erschöpft hätten.

Gerade in Zeiten schwacher Konjunktur ist die Politik gefordert, zusätzlich "Geld in die Hand zu nehmen" und antizyklisch gegenzusteuern. Dorff forderte erneut ein Sonderkonjunkturprogramm.

Nachweislich zieht jeder investierte Euro 3-4 Euro an Folgeinvestitionen nach sich. Von den zusätzlichen Steuereinnahmen - Stichwort Umsatzsteuer - ganz zu schweigen.

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