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Architekten der TU München international Spitze

(2.7.2006) Vor ein paar Tage sagte Zaha Hadid gegenüber der ZEIT, dass heute kein deutscher Architekt mehr in der internationalen Topliga spiele. Bestimmt beruht Hadids Meinung auch auf ihrer ganz eigenen Art, Architektur-Aufgaben umzusetzen. Denn die Architekten der TU München (TUM) beispielsweise zählen sich sehr wohl zur internationalen Elite. Immerhin wurde im April ein Team mit dem höchstdotierten europäischen Preis für Architekten und Ingenieure, dem "European Award for Architecture and Technology", ausgezeichnet, dem Büros und Studios von Professoren der Fakultät für Architektur der TUM angehören:

  • Thomas Herzog, Ordinarius für Gebäudetechnologie und Dekan der Fakultät,
  • Christian Bartenbach, Honorarprofessor für Lichtgestaltung,
  • Gerhard Hausladen, Ordinarius für Bauklimatik und Haustechnik, sowie
  • Peter Latz, Ordinarius für Landschaftsarchitektur und -planung.

Und den Wettbewerb für die Bildende Kunst gewann Rainer Wittenborn, Ordinarius für Bildnerisches Gestalten.

Die Gruppe teilt sich den alle drei Jahre verliehenen, mit 75.000 Euro dotierten Preis mit einem englischen Team (Architekturbüro Spacelab/UK, Peter Cook, Colin Fournier aus London und das Ingenieurbüro Bollinger+Grohmann aus Frankfurt für das Kunsthaus in Graz). Die Gruppe um Thomas Herzog erhielt den Preis für den Neubau der Sozialkasse des Baugewerbes (SOKA-BAU) in Wiesbaden - siehe Bild oben. Die beiden Siegerteams behaupteten sich innerhalb einer Konkurrenz von insgesamt 48 Konkurrenten aus 12 Ländern.

Das SOKA-BAU-Projekt war ein aus dem Architekturbüro Herzog + Partner (Prof. Herzog, H. J. Schrade) stammender Entwurf, mit dem die Architekten einen großen mehrstufigen Wettbewerb gewonnen hatten. Auch die gesamte Werk- und Detailplanung sowie die örtliche Bauaufsicht lag in der Verantwortung der Architekten. In der Würdigung der international besetzten Jury heißt es: "Der Neubau (...) besticht durch einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Herausforderungen energiebewussten Bauens mit großer Souveränität gemeistert wurden. (...) Der Bau ist beispielhaft für eine konsequente Architekturauffassung, die Ressourcen schonendes, intelligentes Bauen aus der Nische exzentrischer Öko-Häuser in eine selbstbewusste, gestalterisch anspruchsvolle Normalität überführt hat." Der Preis wurde in einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee verliehen, der die besondere Bedeutung des Preises betonte.

Übrigens: Die Fakultät für Architektur der TUM ist die einzige universitäre Ausbildungsstätte ihrer Art in Bayern. Mit einer Vielzahl neu berufener Professoren, dem Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne und einem eigenen Technischen Zentrum hat sie in Europa in den vergangenen Jahren zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Die Hälfte der Berufungen erfolgte in neuerer Zeit aus dem Ausland.

Jüngstes Zeichen der Entwicklung der Architektur an der TU München ist auch die Berufung von Dekan Thomas Herzog als ordentliches Mitglied in die Französische Akademie für Architektur. Der international renommierte, vielfach ausgezeichnete Architekt hat sich bei der Gestaltung der von ihm entworfenen Bauten insbesondere durch neuartige technologische Ansätze einen Namen gemacht, die den Energiehaushalt großer Gebäude flexibel auf die Arbeits-, Klima- und Umweltbedingungen einstellen.

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