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Die aktuellen Dachziegeltrends zur BAU 2007: flach, schwarz und groß

(24.10.2006) Glatte, schwarze oder graue und große Dachziegel sind "in". Dies ist das übergeordnete Trendfazit, das die Hersteller aus dem Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie, Bonn, im Vorfeld der BAU 2007 vom 15. bis 20. Januar auf dem Münchner Messegelände ziehen.

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Bild aus dem Beitrag "Lafarge Dachsysteme bringt neuen Flachziegel auf den Markt" vom 10.2.2006

Im traditionellen Dachziegelmarkt spielt die Flachdachpfanne mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent nach wie vor die dominierende Rolle. Das hat sich auch zur BAU 2007 nicht geändert. Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie stellt dabei einen deutlichen Trend zu Großflächenziegeln fest. Dazu Martin Roth, Geschäftsführer des Bundesverbandes: "Ihr geringer Ziegelbedarf von rund 10 Stück pro Quadratmetern erlaubt einen effizienten Einsatz bei kleinen und großen Dächern. Bauherren und Planer schätzen diese XXL-Lösungen aufgrund ihrer harmonischen Flächenwirkung, die Design und Wirtschaftlichkeit erfolgreich miteinander verbindet."

Wer Brillanz bei der Dachgestaltung bevorzugt, wird sich für eine glasierte Dachziegellösung entscheiden. Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie schätzt, dass mittlerweile knapp 10 Prozent aller Dächer mit glasierten Dachziegeln ausgestattet werden. Neben dem zuverlässigen Schutz von Wind- und Wetterverhältnissen bleiben Dächer mit glasierten Dachziegeln dank der speziellen Glasuren auf Jahrzehnte hinaus attraktiv. Während früher hochglänzende Produkte das Bild bestimmten, gewinnen inzwischen auch seidenmatte Glasurlösungen an Bedeutung.

Wer moderne Dachoptiken bevorzugt, wird sich für einen glatten Ziegel, so genannte Architekturziegel, entscheiden. Diese trendigen Gestaltungslösungen sprechen nicht nur Architekten und Planer an. Auch private Bauherren entscheiden sich zunehmend für solche Verlegelösungen, bei der zeitgemäße Farbgebungen in Grau- und Schwarztönen dominieren. Während Grautöne schon länger als alternative Gestaltungslösungen von Dächern in traditionellen Schiefergebieten eingesetzt werden, sind schwarze Dachziegel erst seit kurzem im kommen.

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Ziegelindustrie sieht Hoffnungsschimmer am Konjunkturhimmel

Auf den ausländischen Märkten genießen die deutschen Dachziegelhersteller eine weiter wachsende Anerkennung. Vor allem das umfangreiche Zubehörprogramm der deutschen Produzenten, wie Entlüfter, Antennenfirste, Firstschmuckelemente etc., findet bei den Kunden Anklang. Kein Wunder also, dass die Mitgliedswerke des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie ihre Messeteilnahme auf der kommenden BAU 2007 in München mit einem optimistischen Blick in die Zukunft antreten. Trotz leicht rückläufiger Umsatzzahlen sehen die deutschen Ziegelhersteller nach der Bundestagswahl einen zarten Hoffnungsschimmer am Konjunkturhimmel (siehe Beitrag "Ziegel-Produktion boomt" vom 21.10.2006).

Nach Auffassung des Bundesverbandes hat sich die allgemeine wirtschaftliche Stimmung verbessert, was auch der Bauwirtschaft zugute kommen sollte. Sogar die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte zum Jahreswechsel werde das Baugeschäft auch in 2007 anschieben. Hinzu kommt das doch erhebliche Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau, das vor allem Investitionen in die Gebäudesanierung unterstützt. Schließlich wird kaum ein Dach eines Altbaus gedämmt, ohne dass dabei auch die Dachbedeckung - meist Tondachziegel - erneuert werde.

Generell stellt der Bundesverband der deutschen Ziegelindustrie zudem fest, dass die Immobilie wieder mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist. Dazu Helmut Jacobi, Verbandspräsident der deutschen Ziegelindustrie: "Über zehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Baubooms vor allem in den neuen Bundesländern sind wieder zaghafte positive Stimmen zu hören. Es ist zu hoffen, dass dies auch Bauherren wieder mittel- und langfristig zu Investitionen in Wohnungen veranlassen wird. Entgegen aller früheren Prognosen wird die Bevölkerung in Deutschland bis 2030 weiter zunehmen, die Zahl der Haushalte weiter rapide ansteigen und sich auch die Wohnfläche je Bundesbürger vergrößern."

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