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Leichter Anstieg bei der Holzbauweise 2006 in Deutschland

(21.10.2007) Bei den fertiggestellten Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden in Deutschland ist ein Trend zur Holzbauweise festzustellen. Basierend auf aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stellt der Bund Deutscher Zimmermeister (BDZ) fest, dass 12,74 Prozent aller neuen Wohngebäude im Jahr 2006 aus Holz waren. 2005 lag der Anteil der Holzhäuser noch bei 12,33 Prozent gegenüber anderen Bauweisen. Bei den Nichtwohngebäuden waren es sogar 16,13 Prozent im Gegensatz zu 15,89 Prozent im Jahr zuvor.

Aber nicht nur der Anteil der Holzbauweise konnte gesteigert werden. Auch bei den absoluten Zahlen gab es 2006 einen Zuwachs im Vergleich zum Jahr davor. 2006 wurden 18.641 Wohngebäude in Holzbauweise fertig gestellt. Das waren 2,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor (17.952 Gebäude). Bei den Nichtwohngebäuden betrug der Anstieg 5,34 Prozent, von 4.103 Häuser auf 4.322 Häuser.

Trotz des Zuwachses ist die Stimmung beim BDZ verhalten. Ullrich Huth, BDZ-Bundesvorsitzender: "Der Anstieg im Jahr 2006 bei den Wohngebäuden ist auf die Abschaffung der Eigenheimzulage und die Erhöhung der Mehrwertsteuer zurückzuführen und kein anhaltender Trend. Viele Bauvorhaben wurden Ende 2005 noch beantragt und sind inzwischen fertiggestellt worden. Die Auslastung und der Auftragsbestand der Betriebe sind mittlerweile spürbar zurückgegangen. Das Jahr 2007 wird nicht so verlaufen, wie wir es uns nach 2006 gewünscht haben". Aus diesem Grund wird nach Meinung von Huth das Bauen im Bestand für das Zimmererhandwerk immer wichtiger. Mit rund 26 Millionen Wohneinheiten, die saniert und modernisiert werden müssten, sei das der Markt von morgen für die Zimmerer.

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