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Baukonjunktur im ersten Halbjahr 2007 gespalten

(26.8.2007) Die deutsche Baukonjunktur entwickelt sich zunehmend gespalten: Während der Wirtschaftsbau Konjunkturlokomotive bleibt, drückt der Wohnungsbau die Bauwirtschaft nach unten. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz im gesamten Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr - aufgrund der guten Witterung im ersten Quartal - um 5,2% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Auftragseingang verzeichnete sogar einen Anstieg von nominal 8,2% (preisbereinigt: +3,0%). Aufgrund der witterungsbedingten Vorzieheffekte Anfang des Jahres schwächte sich die Baukonjunktur im zweiten Quartal ab: Der Umsatz lag um 3,1% unter dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Für den Juni meldeten die Bauunternehmen einen Umsatzrückgang von nominal 3,8%. Der Auftragseingang lag aber noch um nominal 2,7% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Preisbereinigt verzeichneten die Auftragseingänge allerdings einen Rückgang von 2,4%.

Der Wirtschaftsbau bewegt sich weiterhin auf Expansionskurs: Der Umsatz lag im Juni um 3,2% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis Juni meldeten die Unternehmen ein Plus von 9,5%. Auch für die nächsten Monate sind die Auftragsbücher gefüllt: Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr um 16,3% über dem Vorjahrszeitraum. Im Juni hat die Baukonjunktur im Wirtschaftsbau sogar noch an Fahrt gewonnen: Die Unternehmen meldeten einen Orderanstieg von 17,6%.

Demgegenüber ist der Wohnungsbau regelrecht eingebrochen. Der Umsatz lag im Juni um 13,9% unter dem Wert des Vorjahresmonats. Der seit April zu beobachtende Rückgang konnte auch vom guten ersten Quartal nicht ausgeglichen werden: Das erste Halbjahr schließt mit einem Minus von 1%. Die Auftragseingänge lagen um 4,1% unter dem Wert des ersten Halbjahres 2006. Die Zahl der Baugenehmigungen von Wohnungen in neuen Wohngebäuden ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres sogar um 41,6% zurückgegangen.

Auch der Öffentliche Bau entwickelte sich im Juni unbefriedigend: Der Umsatz ist um 0,7% und die Auftragseingänge sogar um 6,8% zurückgegangen. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf den Straßenbau zurückzuführen: Die Straßenbauer meldeten ein Umsatzminus von 4,6%, der Auftragseingang ging sogar um 10,8% zurück. Aufgrund der guten Witterung Anfang des Jahres konnten viele Aufträge vorzeitig abgearbeitet werden. Wenn diese Entwicklung anhält, droht dem Straßenbau eine Auftragslücke. Noch wird die Entwicklung aber durch das gute erste Quartal beeinflusst: Der Umsatz lag im ersten Halbjahr um 7,8% und die Auftragseingänge um 6,7% über dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt meldete die Unternehmen für den Öffentlichen Bau ein Plus von 6,8% bzw. 5,2%.

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