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Keine Wald-/Naturgefährdung durch Holzpelletheizungen

(24.2.2009) Mit teilweise unrichtigen Argumenten werden Holzpelletheizungen in verschiedenen Medien immer wieder in ein schlechtes Licht gerückt. So wurde die Pelletherstellung u.a. mit einer nicht fachgerechten Forstwirtschaft und Praktiken wie Wurzelrodung in Verbindung gebracht. Dem widerspricht das Deutsche Pelletinstitut (DEPI).

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DEPI: „Heizen mit Pellets bedeutet keine Gefahr für den Wald“

Der für die Pelleterzeugung benötigte Rohstoff soll laut DEPI gegenüber den sonstigen energetischen Verwendungszwecken von Holz in Deutschland den mit Abstand kleinsten Anteil darstellen: Von den 2007 in Deutschland zur Holzenergie verbrauchten rund 52 Mio. m³ Holz seien nur 1 Mio. m³ den Pellets zuzuordnen und rund 23 Mio. m³ dem privaten Hausbrand (Stückholz, Hackschnitzel, Briketts, ...) sowie 27 Mio. m³ den Heizkraftwerken (Hackschnitzel, Holzreste). Das besagt jedenfalls die Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf die aktuelle Kleine Anfrage 16/11834.

Die in den Sägewerken anfallenden Späne und Hackschnitzel sind demnach in Deutschland (auf der Basis einer nicht außerordentlich hohen Rundholznutzung von 70 Mio. m³) in so großen Mengen verfügbar (geschätzt 15 Mio. t), dass die heutige Anzahl an Pelletfeuerungen (100.000 Stück mit einem Verbrauch von 5 t/a) bei einer Verfügbarkeit von nur einem Drittel dieser Sägerestholzgrundlage sogar verzehnfacht werden könnte.

Waldrestholzbestandteile, die zur Nährstoffversorgung des Waldbodens besser im Wald verblieben, wie Wurzeln, Kronen- oder Astmaterial, würden außerdem schon aus qualitativen Gründen nicht zur Herstellung von DIN-Plus-Pellets verwendet. Denn durch den hohen Anteil der Mineralstoffe würden sich die Brennstoffeigenschaften signifikant verschlechtern.

Stichwort: Wurzelrodung

Die Missverständnisse in den Medien zielen nicht auf das Heizen mit Pellets, sondern auf eine nicht pflegliche Forstwirtschaft (Wurzelrodung und flächiges Befahren von Waldbeständen). Dazu merht das DEPI an:

Wurzelrodung ist in der deutschen Forstwirtschaft kein gängiges Verfahren, sondern wurde in Nordrhein-Westfalen kurzfristig zur Sturmholzaufarbeitung und zur Räumung eingesetzt. Generell ist die Wurzelrodung in der deutschen Forstwirtschaft (im Gegensatz zu Skandinavien) durch die hier verwendeten Waldzertifizierungssysteme nicht erlaubt. Für die Pelletherstellung wären Hölzer aus Wurzelrodung aufgrund des hohen Mineralstoffanteils ohnehin nicht brauchbar!

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