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Denas vier Schritte zur thermischen Solaranlage

(6.5.2010; Woche der Sonne) Die Wärme der Sonne zu nutzen ist für viele Hausbesitzer interessant: Sie können im Sommer den Heizkessel meist komplett abschalten und Geld und Energie sparen. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), erklärt, worauf dabei zu achten ist.


Schritt 1 - Der richtige Zeitpunkt

Wer jetzt eine neue Heizung mit Solaranlage installiert, spart dauerhaft Energiekosten und hat schon in diesem Sommer genügend Solarenergie für warmes Wasser. Thomas Kwapich, Bereichsleiter der dena rät insbesondere dann zum Einbau einer Solarther­mieanlage, wenn der Heizkessel sowieso erneuert wird. Der Austausch alter Heizungen rechne sich oft schonab einem Alter von 15 Jahren.

Schritt 2 - Nur Trinkwarmwasser oder auch Heizungsunterstützung?

Als nächstes müssen sich Hausbesitzer entscheiden, ob nur eine kleinere Solaranlage das Trinkwasser erwärmen oder eine größere auch die Heizung unterstützen soll. In jedem Fall benötigen Solaranlagen immer ein zusätzliches Heizsystem. Gut geeignet sind dazu beispielsweise effiziente Brennwertgeräte, Holzheizungen und in gut gedämmten Häusern auch Wärmepumpen.

Schritt 3 - Platz und Kosten abschätzen

Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt zur Erzeugung von Warmwasser mindestens vier bis sechs Quadratmeter Kollektorfläche. Will man eine Solaranlage auch zusätzlich für die Heizungsunterstützung, muss man mit etwa zehn bis 18 Quadratmetern Kollektor­fläche rechnen. Für die Installation von Sonnenkollektoren bieten sich Dächer an, die direkt gen Süden ausgerichtet sind. Bei Ausrichtungen zwischen Ost und West muss die Kollektorfläche ggf. etwas größer gewählt werden.

Jede Solaranlage braucht einen Speicher für die gewonnene Wärme. Solaranlagen für Trinkwarmwasser benötigen mindestens einen 300-Liter-Speicher. Für Solaranlagen, die die Heizung mit unterstützen, müssen ca. 100 Liter Speichervolumen je Quadrat­meter Kollektorfläche eingeplant werden. Damit lassen sich bis zu 20 Prozent des gesamten Heizenergieverbrauchs einsparen. Der Einbau einer thermischen Solaranlage für Trinkwarmwasser kostet ab 4.000 Euro, der einer Anlage mit Heizungsunterstützung 8.000 bis 12.000 Euro.

Schritt 4 - Handwerkersuche

Um Kosten zu sparen, empfiehlt die dena, mit gleichlautenden, möglichst detaillierten Anfragen drei Angebote von Handwerksbetrieben einzuholen und zu vergleichen. Referenzen über bereits durchgeführte Arbeiten zusätzlich bei der Beurteilung der Arbeitsqualität helfen.

Gütesiegel EffizienzhausWer nicht nur auf nachhaltige Wärmeerzeugung umstellen, sondern gleichzeitig auch seinen Energieverbrauch senken möchte, sollte über eine energetische Modernisierung zum Effizienzhaus nachdenken. Ein umfassend gedämmtes Haus verbraucht bis zu 90 Prozent weniger Energie als ein vergleichbarer unsanierter Altbau und kann mit einem dena-Gütesiegel als Effizienzhaus zertifiziert werden - siehe Beitrag "Gütesiegel 'Effizienzhaus'" vom 14.12.2009. Solaranlagen können  in solchen Häusern über ein Viertel des jährlichen Energiebedarfs bereitstellen. Die dena empfiehlt, bei größeren energetischen Sanierungsmaßnahmen einen Energieberater zwecks Schwachstellenanlyse hinzuzuziehen, der auch einen passgenauen Sanierungsvorschlag macht.

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