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21% mehr Baugenehmigungen im Juli/August: Mietwohnungsbau mit viel Schwung


  

(25.10.2013) Auf einen bemerkenswerten Sommeraufschwung im Neubau weisen die Landesbausparkassen (LBS) hin: Allein im Juli und August dieses Jahres sind laut amtlicher Statistik 53.000 neue Wohnungen in Deutschland genehmigt worden, 21% mehr als vor einem Jahr. „In den beiden Monaten vor der Wahl war von Attentismus keine Spur - im Gegenteil; die In­vestoren sind mehr denn je auf eine Ausweitung des Angebots fokussiert“, so LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. Die LBS-Experten erwarten nunmehr für das laufende Jahr ein Genehmi­gungsergebnis von rund 270.000 Wohneinheiten, für 2014 sei sogar eine Größenordnung von 300.000 Objekten möglich.

Stärkstes Wachstum mit 34% beim Mietwohnungsneubau

Wie der LBS-Sprecher nach Vorlage der neuesten statistischen Daten verdeutlicht, sind nach zwei Dritteln des Jahres 2013 bereits so viele Wohnungen neu genehmigt worden (nämlich 178.000) wie im gesamten Jahr 2008 oder 2009. Deutlich werde zu­gleich, dass sich der aktuelle Boom vor allem konzentriere auf ...

  • städtische Wohnungsmärkte und
  • in erster Linie auf den Mietwohnungsbau.

Von Januar bis August macht das Genehmigungsplus insgesamt 13% aus. Darunter entfiel auf den Mietwohnungsbau der stärkste Anstieg mit 34%; bei Eigentumswoh­nungen, die zu einem nicht unerheblichen Teil vermietet werden, lag das Wachstum bei überdurchschnittlichen 17%. Damit reagiere der Markt klar auf die positiven Nach­fragesignale, die nach Hamms Worten bei Preisen und Mieten mehr als deutlich sind.

Keine Preisentspannung!

Noch führt das zunehmende Neubauangebot nach Einschätzung der LBS allerdings nicht zu einer Preisentspannung. Vor allem an den "Hot Spots" der Nachfrage stiegen Bau- und Grundstückskosten noch spürbar an - vor allem dort, wo Kapitalanleger auf der Suche nach attraktiven Renditen in letzter Zeit massiv eingestiegen sind. „Wir machen uns deshalb Sorgen, wie lange durchschnittliche Familien noch in städtischen Räumen den Wunsch nach dem Leben in eigenen vier Wänden realisieren können“, so Hamm. Hier müsse die Politik bei der Förderung wie auch bei der Baulandausweisung darauf achten, dass für das selbstgenutzte Wohneigentum als zumindest gleichbe­rechtigte Säule für die Wohnungsversorgung - und für den Neubau - Chancen gesi­chert werden.

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