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„Ofenflamme 2017“: Ofendesign hat seinen Preis ... und der wurde im Ofenforum der ISH verliehen

Ofenflamme 2017
  

(21.3.2017; ISH-Bericht) Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat auf der ISH seinen Design-Preis für individuell gefertigte Feuerstätten vergeben. Fast 170 Ofenbauer aus sieben europäischen Ländern haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Die Verleihung der „Ofenflamme 2017“ erfolgte im Rahmen der ISH-Sonderschau „Ofenforum“, die den Brennstoff Holz ins Blickfeld der Branchenöffentlichkeit rücken soll.

„Mit unserem Design-Preis wollen wir zeigen, welche herausragenden handwerklichen Leistungen im Gewerk der Ofen- und Kaminbauer erbracht werden“, sagte ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Müller anlässlich der Preisverleihung an fünf Gewinner. „Es sind das handwerkliche Geschick, die Kreativität und ein besonderes Gespür für Formen und Farben, die die Projekte unserer fünf Preisträger auszeichnen.“

Gewinner der Ofenflamme 2017
Die Jury hat fünf Gewinner prämiert (v.l.n.r.): ZVSHK-Referent Tim Froitzheim überreicht die Ofenflamme an Rainer Niermann, Christian Manser, Stefan Ernst und Andreas Neuer. Nicht im Bild: Preisträger Günther Seyrlehner. (alle Fotos © ZVSHK)

Jeder Gewinner erhielt neben dem aus Ofenkeramik erstellten symbolischen Preis der „Ofenflamme“ ein Preisgeld von 800 Euro. Die Auslobung erfolgte zum zweiten Mal und ist ein Gemeinschaftsprojekt des ZVSHK mit der Zeitschrift „Kamine & Kachelöfen“. Der Wettbewerb wird unterstützt von der Vereinigung europäischer Kachelofenbauerverbände (VEUKO) sowie den Medienpartnern K&L-Magazin und Magazin „Kachelofen & Kamin - Die Rote“.

Die Gewinner

Stefan Ernst (Ernst Kachelofenbau) aus Metzingen überzeugte die Jury mit einer modernen Kaminanlage in Betonoptik, die in einem avantgardistischen Neubau in Metzingen am Fuße der Schwäbischen Alb in Hanglage errichtet wurde. Die Anlage verfügt über einen bodentiefen Feuerraum und gefällt durch das Zusammenspiel von Fenstern und kubischem Baustil:

Kaminanlage von Stefan Ernst
Kaminanlage von Stefan Ernst

Andreas Neuer (Kaminwelt Neuer) aus Lüdinghausen gewann die „Ofenflamme“ mit seinem in weißen Ofenkacheln gehüllten Kamin in einer denkmalgeschützten Jungendstilvilla. Trotz Auflagen des Denkmalschutzamtes konnte eine Anlage eingebaut werden, die sowohl optisch als auch in der Heizleistung überzeugt:

Kamin von Andreas Neuer
Tunnel-Kamin von Andreas Neuer

Der Tunnel-Kamin hat eine Feuerraumöffnung zum Treppenhaus und eine zum Wohnraum. Beide Seiten sind mit ihrer Form-, Farb- und Materialauswahl an den Wohnraum angepasst und verleihen den Räumen eine bemerkenswerte Eleganz, die man von dieser Architektur auch erwartet.

Feuerstätte von Rainer Niermann
Feuerstätte von Rainer Niermann (Bild vergrößern)
  

Rainer Niermann (Niermann GmbH / Ofenbau und Raumgestaltung) aus Seelze folgte dem Motto: „Wer nicht wagt der nicht gewinnt“. Er kombinierte die Feuerstätte mit einem aus Lehm modellierten Baobab-Baum inmitten des Wohnraums, dessen Äste optisch die Decke tragen. Seine Kunden wünschten sich einen Baum und eine Feuerstätte im Wohnraum. Rainer Niermann und sein Team realisierten beides auf einen Streich und so heizt der Grundofen in Gestalt eines Baumes heute fast das gesamte Erdgeschoss (Bild rechts).

Der Österreicher Günther Seyrlehner (Wohnkeramik Seyrlehner GmbH) gewinnt die „Ofenflamme“ mit einem Kachelofen, der Tradition und modernes Design verbindet. Der in klassisch grünen Ofenkacheln verkleidete Grundofen steht unterhalb einer offenen Treppe:

Kachelofen von Günther Seyrlehner
Kachelofen von Günther Seyrlehner

Die Form des Ofens ist gerade, schlicht, modern. Die Reinigungsöffnungen und der Schornsteinanschluss sind unsichtbar verbaut. Der gerade Kachelofen im traditionell grünen Kleid ist der Blickfang in einem modernen Umfeld.

Christian Manser, ein Ofenbauer aus der Schweiz (die mansers ag), erhielt die „Ofenflamme“ für seinen Speicherofen im Stahl-Designkleid. Die Anlage ist ein Hingucker, ohne aufdringlich zu wirken oder der Aussicht des Wohn-Essbereichs die Show zu stehlen, wie die Jury befand. Details, wie die Holzliege unter der Sitzbank, die rahmenlose Feuertür und das seitlich angebrachte Original Gusstürchen der Großmutter der Bauherren runden die Anlage ab:

Speicherofen von Christian Manser
Speicherofen von Christian Manser

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