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Fassadensanierung mit mikrofeinen Hohlglaskügelchen

(19.10.2017) Eine gute Fassadenbeschichtung trägt wesentlich zum Werterhalt von Gebäuden bei. An diesem Motto orientierte sich auch die Wohnungsgesellschaft Raschau, als bei einem Sanierungsprojekt in Raschau-Markersbach (Sachsen) die Dübelabzeichnungen eines vor rund 20 Jahren montierten Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS) dauerhaft beseitigt werden sollten. Man entschied sich für Fassadenfarbe „maxit Solaren“, die eine Siliconharzemulsion mit mikrofeinen Hohlglaskügelchen kombiniert.


Siedlung nach der Sanierung (alle Fotos © maxit Baustoffwerke GmbH)

Die Wohnungsgesellschaft Raschau betreut circa 1.000 Wohneinheiten in der Region. Dazu gehört u.a. eine Siedlung mit zweigeschossigen, zumeist in den 1950er Jahren errichteten Wohngebäuden in der Beethovenstraße in Raschau (siehe Google-Maps). Die Anzahl der Wohnungen beträgt je nach Gebäudeblock durchschnittlich 11 bis 18 Wohneinheiten. Vorrangig handelt es sich um Zwei- und Drei-Zimmer-Mietwohnungen mit einer Nutzfläche von rund 60 oder 70 m². 


vor der Sanierung

Sanierungsfall mit bekannten Problemen

In den 1990er Jahren erfolgte eine sukzessive Grundsanierung der einzelnen Gebäude: Bäder wurden neu gefliest, alte Holzfenster gegen doppelt verglaste Kunststofffenster ausgetauscht, und der bauliche Wärmschutz wurde deutlich verbessert. Dieser orientierte sich an den Bestimmungen der damals geltenden Wärmeschutzverordnung von 1995. So wurden die 24 cm dicken Ziegel-Au­ßen­wände zwischen 1995 bis 1998 mit einem 8 cm starken WDVS - bestehend aus verdübelten Styropor-Dämmplatten - gedämmt.

Anschließend wurden die Außenwände mit einem dünnlagigem Reibeputz beschichtet. Allerdings trat schon nach einigen Jahren in manchen Fassadenbereichen eine starke Algenbildung auf. Besonders auffällig waren außerdem die Dübelabzeichnungen: Direkt über den Tellerdübeln, die sich damit als Wärmebrücke outeten, trocknete die Fassade schneller ab, was einen Algenbefall verhinderte:


Farbe mit Mikrokügelchen

Nach unbefriedigenden Versuchen mit anderen Beschichtungsprodukten konnte schließlich mit der Fassadenfarbe „maxit Solaren“ eine wirksame Problemlösung gefunden werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fassadenfarben geht man hier neue Wege zum Schutz vor Algenbildung: Ganz bewusst kommen keine unverkapselten Algizide und Fungizide zum Einsatz, die nach mehr und weniger kurzer Zeit von Niederschlägen ausgewaschen werden und die Umwelt belasten. Stattdessen setzen die Entwickler der maxit-Gruppe bei der Funktionsbeschichtung „maxit Solaren“ auf die physikalischen Eigenschaften mikroskopisch kleiner Hohlglaskügelchen. In Verbindung mit der Siliconharzemulsion verspricht die Beschichtung eine besonders glatte Oberfläche, die Regentropfen und Schmutzpartikel abweist. Zugleich trägt die mikroporöse, diffusionsoffene Struktur zu einem ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt der Fassade bei.

Gleiches gilt für den Temperaturhaushalt. So kommt es im Sommer bei steilem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen durch Reflexion zu einer Reduzierung des Wärmeeintrages. Im Winter ergibt sich dagegen aufgrund flacherer Einfallswinkel durch Absorption eine Erhöhung um bis zu 20% - siehe auch Grafiken im Beitrag „3M Glashohlkugeln für Farben und Putze versprechen Energiespareffekt“ vom 13.12.2012:

Bild vergrößern Bild vergrößern

Farbe als Teil eines Fassadensanierungssystems

Begonnen wurde die Fassadensanierung in Raschau-Markersbach 2015. Neben einer gründlichen Reinigung der Fassaden wurde bei Bedarf auch die Putzbeschichtung ausgebessert. Anschließend wurden mit Algen befallene Flächen mit „maxit prim 1120“ vorbehandelt. Danach erfolgte eine Hydrophobierung mittels der Grundierung „maxit Solarfarbgrund“. Notwendig war dies wegen des zu starker Feuchtigkeitsaufnahme neigenden mineralischen Reibeputzes. Die Wasserdampfdurchlässigkeit des Untergrundes blieb dabei voll erhalten.


Vor dem abschließenden zweimaligen Anstrich mit der Fassadenbeschichtung „maxit Solaren“ achteten die Verarbeiter auf die vollständige Austrocknung der Grundierung. Auf diese Weise gewährleisten sie einen sicheren Verbund von Untergrund und Farbbeschichtung. Um das Erscheinungsbild der Wohnanlage lebendiger zu gestalten, wurden die einzelnen Gebäudeblöcke zudem in unterschiedlichen Farbtönen gestrichen. Eingebettet in grüne Wiesenflächen mit Parkbänken, wirkt die Wohnsiedlung mit der neuen Farbgestaltung nun einladend und freundlich.


Offen bleibt noch die Frage, ob man nicht im Zuge der Fassadensanierung das existierende WDVS hätten ertüchtigen müssen - zum Beispiel durch eine Aufdopplung ...

Weitere Informationen zur Fassadenfarbe „maxit Solaren“ können per E-Mail an maxit Baustoffwerke angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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