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Start des EU-Förderprojekts SeRaMCo: Sekundärrohstoffe für Betonfertigteile

(22.10.2017) Am 15. Juni 2017 startete das EU-Förderprojekt „Secondary Raw Materials for Concrete Precast Products“ (SeRaMCo) unter der Beteiligung des SySpro-Gründungsmitglieds Beton-Betz GmbH als Hauptpartner.

Im Bausektor werden rund 50% der verfügbaren Primär-Rohstoffe eingesetzt. Obwohl es bereits Möglichkeiten für die Nutzung wiederverwertbarer Materialien von Bauabfällen aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik gibt, sind wir weit davon entfernt, dies als zentrales Leitbild in Europa umzusetzen. Bisher werden nur 4% der Bauabfälle weiterverwertet, und das, obwohl diese ein Drittel und damit den größten Teil der Abfallmenge in der EU darstellen. Vor diesem Hintergrund haben sich Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und die Niederlande die Optimierung der Wiederverwertung von Materialien und die Schonung der natürlichen Ressourcen zur Aufgabe gemacht und sind auf diesem Gebiet führend.


Foto © Technische Universität Kaiserlautern, Institut für Massivbau

Herausforderung: Ein Markt für Baustoff-Recycling-Material

Die Handelnden im Baugewerbe sind mit der Herausforderung konfrontiert, ihre wiederverwertbaren Produkte auf dem Markt zu platzieren. Diese besteht in erster Linie darin, dass es immer noch keinen Nischenmarkt für Betonprodukte aus Baustoff-Recycling-Material gibt. Das Fehlen des Nischenmarkts ist begleitet vom Fehlen klarer gesetzgeberischer Rahmenbedingungen in einigen NWE-Ländern so­wie der fehlenden Möglichkeit, klare Kostenschätzungen zu erstellen, die sowohl die sozialen als auch die ökonomischen Kostenfaktoren berücksichtigen.

EU-Förderprojekt SeRaMCo

Genau hier setzt das EU-Förderprojekt SeRaMCo „Secondary Raw Materials for Concrete Precast Products“ (Sekundärrohstoffe für Betonfertigteile) an. Ziel ist das sogenannte „Upcycling“ von Bauabfällen aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik - d.h. die Umwandlung der Bauabfälle in neuwertige Produkte. Dabei sollen Betonfertigteile, Betonwaren und Zement aus Sekundärrohstoffen unter der Voraussetzung entwickelt werden, dass sie mit klassischen Produkten hinsichtlich Preis und Qualität vergleichbar sind und somit einen positiven Beitrag für den Wirtschaftskreislauf erzielen können. Eines der Ziele wird sein, herauszufinden, welche Perspektiven sich zukünftig für das Baustoff-Recycling und die Kreislaufwirtschaft Bau vor dem Hintergrund der geplanten Mantelverordnung/Ersatzbaustoffverordnung ergeben. Die Hauptfragestellung dabei wird sein, ob eine Verlagerung hin zu mehr Deponierung oder hin zu mehr geschlossenen Stoffkreisläufen stattfinden wird.

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