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Altbausanierung mit einem spezialisierten Holzfaserdämmsystem von Gutex

(11.11.2019) Im Schöneberger Norden, unweit des Winterfeldplatzes in Berlin, ist die Fassade eines Mehrfamilienhauses aus der Gründerzeit saniert worden. Da das Dämmen von Bestandsgebäuden besonderen Herausforderungen unterliegt, entschieden sich die Protagonisten für das Fassadendämmsystem Durio der Firma Gutex.

Fotos © Gutex 

Das Berliner Stadtbild ist geprägt von Häusern der vorletzten Jahrhundertwende. Die Gründerzeitbauten entstanden im Zuge der Industrialisierung zwischen 1870-1914. Mit Außenwänden aus Mauerwerk und Decken aus Holzbalken- und Stahlträger gelten sie prinzipiell als besonders solide und langlebig. Nachdem der Krieg aber weite Teile zerstörte oder beschädigte, entschied man sich in den 1950er bis 1970er Jahren für kostengünstige Kahlschlagsanierungen und Komplettabrisse in der Stadt. Mit Inkrafttreten des Städtebauförderungsgesetzes 1971, dem Europäischen Jahr des Denkmalschutzes 1975 und der Internationalen Bauausstellung 1987 wuchs jedoch das Interesse an der Wiederherstellung und dem Erhalt der historischen Häuser.

Vor diesem Hintergrund wurde unter weitgehender Erhaltung der Bausubstanz 1973 die erste Modernisierung eines gründerzeitlichen Wohnblocks in Charlottenburg durchgeführt. Weitere behutsame Stadterneuerungen folgten u.a. in den Bezirken Prenzlauer Berg, Kreuzberg und eben in Schöneberg. Auch in der Hohenstaufenstraße 64 (siehe Google-Maps) ließ sich der natürliche Alterungsprozess ebenso wenig aufhalten wie verbergen. Kriegsschäden an der Fassade wurden in den Sechziger Jahren zunächst durch Faserzementplatten überdeckt. Die zu der Zeit noch enthaltenen Asbestfasern sowie der allgemein marode Zustand der Faserzementtafeln veranlassten den Hauseigentümer jetzt, eine energetische Sanierung der Fassade nach zeitgemäßen ökologischen Standards vorzunehmen.

Fassadendämmsystem Durio

Das holzfaserbasierte Fassadendämmsystem Durio bietet sich mit seinen bauphysikalischen Eigenschaften für kriegsbeschädigte, unebene Fassaden wie diese explizit an:

  • Zunächst mussten die alten Faserzementplatten sorgfältig demontiert und entsorgt werden.
  • Im Anschluss wurde ein Holzständerwerk mit Hilfe von Durio-Winkeln an der Außenwand fixiert.
  • Diese Unterkonstruktion dient der Befestigung von 70 mm dicken Durio Thermowall-Holzfaserdämmplatten.
  • Der entstandene Hohlraum von 120 mm zwischen Außenwand und Dämmstoffplatten wurde mit der Holzfaser-Einblasdämmung Thermofibre ausgefüllt.
  • Zum Abschluss wurden die Dämmplatten in einem hellen Blau-Grauton verputzt.

Im Vordergrund der umfassenden Sanierung stand die Demontage der Asbestfassade und die Errichtung einer zeitgemäßen Gebäudehülle, die im Wandbereich ein hohes Maß an Wärme-, Hitze- und Schallschutz bietet. Zudem unterstützt die diffusionsoffene Struktur des Durio-Dämmsystems von Gutex das Herausdiffundieren von Feuchte nach außen.

Die deutlich verbesserte Dämmleistung des Bauteils trägt wiederum über die höheren Oberflächentemperaturen auf der Innenseite der Wandkonstruktion zu einem behaglicheren Wohnklima bei. Gleichzeitig reduziert sich für die Bewohner durch die effiziente Dämmung auch der Energieverbrauch.

Das hohe Raumgewicht, die offene Faserstruktur der Dämmung sowie die aufeinander abgestimmten Systemschichten lassen darüber hinaus eine wirksame Schalldämmung erwarten.

Brandschutz inklusive auch im Mehrgeschossbau

Holz als biogener Rohstoff brennt – das ist unbestreitbar. Doch Holzfaser-Dämmstoffe kann man so entwickeln, dass sie ein sicheres Brandverhalten aufweisen. Wichtig ist dabei unter anderem, wie der Dämmstoff verbaut wird. „Für das Mehrfamilienhaus in der Hohenstaufenstraße 64 haben wir neben Glimmriegeln auch Brandüberschlagsflächen verwendet“, erklärt der Planer und Holzverarbeiter André Biedermann.

Nachdem die Zwischenräume mit eingeblasenem Thermofibre ausgedämmt waren, wurden die Einblasöffnungen mit einem speziellen Verschluss Pfropfen aus Holzfaser wärmebrückenfrei verschlossen. 

Bei einem Hochbau im Bestand sind die Brandschutzanforderungen streng, auch wenn der Dämmstoff als normal entflammbar eingestuft wird. Die Holzfaserdämmstoffe von Gutex eignen sich laut Datenblatt für geprüfte Konstruktionen bis zur Feuerwiderstandsklasse F90-B bzw. REI 90. Für noch mehr Sicherheit hat Gutex die schwer entflammbare, nicht glimmende Holzfaserdämmplatte Pyroresist auf den Markt gebracht, die vor allem im mehrgeschossigen Holzbau der Gebäudeklassen 4 und 5 die hohen Anforderungen an den Brandschutz erfüllt - siehe auch Beitrag „Gutex Pyroresist, eine neue schwer entflammbare Holzfaserdämmplatte“ vom 11.2.2019.

Weitere Informationen zum Fassadendämmsystem Durio können per E-Mail an Gutex angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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