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Nachrüstbares Aufzug-Monitoring von Bosch verspricht um bis zu 30% reduzierte Betriebskosten


  

(26.7.2021) Ein neues, nachrüstbares System von Bosch Service Solutions zum Überwachen von Aufzügen will dazu beitragen, dass sich Ausfallzeiten verkürzen und das Betreiben günstiger wird. Dazu werden die angeschlossenen Aufzüge rund um die Uhr beobachtet und Störungen automatisch erkannt. Das System besteht aus einer Sensor-Box, cloudbasierter Software und angebundenem Service.

Aufzüge in rund 15 Minuten nachrüstbar

Dank der flachen Sensor-Box, die auf der Oberseite der Kabine installiert wird, lassen sich Aufzüge kostengünstig und in der Regel innerhalb von 15 Minuten nachrüsten - unabhängig von Alter, Hersteller oder Modell. Voraussetzung ist eine Verbindung über das Mobilfunknetz. So können Betreiber eine Vielzahl von Aufzügen an verschiedenen Orten über nur ein System einbinden.

Grafiken und Fotos © Bosch Service Solutions 

Die Sensor-Box sendet Informationen zum Betrieb -  wie zum Beispiel den Funktionsstatus, die Anzahl der Fahrten oder angefahrene Stockwerke - in die Cloud. Die Software wertet die Sensordaten aus. Diese stellt sie dann als Status-Monitoring Aufzugsbetreibern oder Wartungspartnern per Web- oder Smartphone-Zugang zur Verfügung. Im Falle einer Störung sendet sie eine Meldung an die verantwortliche Stelle und das Bosch Monitoring Center.

Mit Hilfe der frühen Benachrichtigung sollen sich dann Reparaturen schneller einleiten und Ausfallzeiten verkürzen lassen. Im Gegensatz zum Aufzugnotrufsystem zeigt das Aufzug-Monitoring auch Störungen an, wenn der Aufzug unbesetzt ist. Und während via Aufzugnotruf steckengebliebene Personen „nur“ Alarme informell melden können, kann das kontinuierliche Monitoring dazu beitragen, ganzheitliche Prozesse rund um den Aufzugsbetrieb zu verbessern. So sollen dank effizienterer Wartungs- und Reparaturprozesse Betreiber ihre Betriebskosten um bis zu 30 Prozent senken können.

Status aller Aufzüge auf einen Blick

Die Aufzüge lassen sich nach Gebäuden oder Orten gruppieren, ihre technischen Daten sind zentral im Portal einsehbar. Über eine Kartenansicht sieht der Anwender auch auf einen Blick, ob sie fahren: Funktionieren sie, leuchten die entsprechenden Punkte auf der Karte grün; gibt es eine Störung, wechselt die Farbe zu Rot und das System versendet eine Status-Be­nach­richtigung per E-Mail. Bei Bedarf leiten zudem die Servicemitarbeiter des Monitoring Centers die Behebung der Störung ein, indem sie Betreiber oder Wartungspartner informieren.

Eine Auswertung der Nutzungsdaten ermöglicht es Betreibern zudem, die Häufigkeit der Wartung an den tatsächlichen Gebrauch anzupassen - und nicht mehr nach festgelegten Intervallen. Das Aufzug-Monitoring wird künftig um weitere Funktionen wie eine Eingrenzung der Störungsursache erweitert.

Ausbau der Services bis zur Heizungsanlage geplant

Das neue System ergänzt die Dienstleistungen, die Bosch Service Solutions innerhalb der Service-Plattform Bosch Elevator Cloud bündelt: Neben dem Aufzugnotruf, den der Geschäftsbereich seit 1986 anbietet, zählen Personenbefreiung, Gefährdungsbeurteilung und Inaugenscheinnahme dazu. Bosch Service Solutions möchte die Bandbreite an Monitoring Services künftig erweitern. So ist u.a. vorgesehen, das Portfolio um weitere Gebäudeelemente wie Heizungsanlagen auszubauen. Ziel ist es, alle störungsanfälligen Anlagen eines Gebäudes über eine Lösung im Blick zu haben.

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