Destatis: Mehr Baugenehmigungen für Wohnungen 2025
(18.2.2026) Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, wurden im Jahr 2025 in Deutschland der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt. Das waren 10,8% oder 23.200 Wohnungen mehr als im Jahr 2024. Somit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen erstmals seit 2021 wieder an. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Neubauwohnungen enthalten als auch die Baugenehmigungen für Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen.
Genehmigte Wohnungen 2025 gegenüber 2024
Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg im Jahr 2025 um 12,6% oder 22.100 auf 198.100 Wohnungen. Die Zahl genehmigter Wohnungen im Bestand, stieg um 2,7% oder 1.000 auf 40.400 Wohnungen.
Genehmigte Wohnungen nach Gebäudearten
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 194.200 Wohnungen genehmigt, das waren 13,2% oder 22.600 mehr im Vergleich zum Vorjahr.
- Einfamilienhäuser +17,2% (+6.500) auf 44.500 Wohnungen
- Zweifamilienhäuser -1,1% (-100) auf 12.600
- Mehrfamilienhäuser +12,1% (+13.900) auf 128.100
- Wohnheime +34,2% (+2 300) auf 9.100
- Nichtwohngebäude -10,3% (-400) auf 3.900 Wohnungen
Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden 2025 insgesamt 40.400 Wohnungen genehmigt (+2,7% bzw. +1.000 Wohnungen)
Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Hand
Rund 95% der insgesamt 198.100 erteilten Genehmigungen für Neubauwohnungen im Jahr 2025 entfielen auf Unternehmen und Privatpersonen. Entsprechend prägen diese beiden Bauherrengruppen die Gesamtentwicklung. Unternehmen traten bei 108.800 Baugenehmigungen für Neubauwohnungen als Bauherren auf, das waren 14,6% oder 13.900 mehr neue Wohnungen als im Vorjahr. Auf Privatpersonen entfielen 79.200 Baugenehmigungen, das waren 14,9% oder 10.200 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Neubau, die auf Bauanträge der öffentlichen Hand zurückgehen, sank dagegen um 23,2% bzw. 2.100 auf 6.900.
Weniger umbauter Raum 2025 gegenüber 2024
Im Bereich der Nichtwohngebäude waren die neuen Bauvorhaben im Jahr 2025 rückläufig. Gebäudearten sind hier z.B. Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude. Der zentrale Indikator zur Messung der Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist der umbaute Raum. Dieser verringerte sich bei den im Jahr 2025 genehmigten Nichtwohngebäuden gegenüber 2024 um 5,2% auf 183,1 Mio. m³. Das war der niedrigste Wert seit 2014 mit 186,8 Mio. m³. Darunter umbauter Raum bei Warenlagergebäuden mit -17,1%, bei Fabrik- und Werkstattgebäuden -13,0% und bei Anstaltsgebäuden (z.B. Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime) mit -37,8%. Demgegenüber vergrößerte sich der umbaute Raum bei Handelsgebäuden um 24,9% und bei Landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden um 11,8%.
Baugenehmigungen - Indikator für Baufertigstellungen
Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen erlaubt eine Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität. Aufschluss über die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit und des Bauüberhangs (genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Bauvorhaben) im Jahr 2025 gibt die Zahl der gemeldeten Baufertigstellungen, die das Statistische Bundesamt voraussichtlich am 22. Mai 2026 veröffentlichen wird.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
