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Gesellschaft für nachhaltiges Bauen gegründet

(1.7.2007) Nachhaltiges Bauen gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung - die gesellschaftliche Diskussion um Erderwärmung und Energieeinsparung spiegelt dies ebenso wider wie die Neufassung von Gesetzen und internationalen Normen. Vor diesem Hintergrund gründeten Architekten, Ingenieure, Wissenschaftler, Bauindustrie und Investoren am 25.6.2007 in Stuttgart die gemeinnützige Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V. - bzw. das German Sustainable Building Council (GeSBC). Die Aufgabe der neuen Gesellschaft ist es, Wege und Lösungen aufzuzeigen und zu fördern, die die Ziele des nachhaltigen Bauens verwirklichen. Dies betrifft die Planung von Gebäuden ebenso wie deren Ausführung und Nutzung.

Als wichtiges Instrument zur Förderung des nachhaltigen Bauens will die Gesellschaft ab 2008 ein Qualitätszeichen für besonders umweltfreundliche, gesunde, ressourcensparende und wirtschaftlich effiziente Gebäude vergeben. Dabei stützt sich die Gesellschaft auf die Vereinbarungen des Runden Tisches "Nachhaltiges Bauen" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den dort veröffentlichten Leitfaden zum Thema (siehe Beitrag "Runder Tisch 'Nachhaltiges Bauen' im BMVBW" vom 22.11.2003).

Das Zertifikat weist die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien sowohl gegenüber Eigentümern wie Nutzern von Gebäuden aus. Doch nicht nur sie können davon profitieren, sondern vor allem die deutsche bzw. europäische Bauwirtschaft, deren Umweltkompetenz im internationalen Vergleich sehr hoch ist. Diese Stärke soll mit dem neuen Qualitätszeichen gewürdigt und wirtschaftlich gefördert werden.

Im Mittelpunkt des Zertifizierungssystems, das auf deutschen Umweltstandards und Umweltzielen basiert, stehen fünf übergeordnete Schutzziele:

  • Ressourcenschutz
  • Erhaltung der natürlichen Umwelt
  • Sicherung und Erhalt von Werten
  • Gesundheit und Behaglichkeit von Gebäudenutzern
  • Verbesserung des Umfeldes und Schutz der öffentlichen Güter

Das neue Instrument zur Gebäudebewertung wird im Rahmen der internationalen Regeln für Zertifizierungssysteme entwickelt und steht unter dem Motto von Transparenz und Praxisorientierung. Zu den zentralen Informationsgrundlagen gehören Qualitäts- und Gütezertifizierungen für Bauprodukte sowie Umweltdeklarationen auf Basis der internationalen Norm ISO 14025 (EPD). Die Bewertung basiert auf einer Lebenszyklusperspektive für das gesamte Gebäude als wichtigem Grundprinzip effizienten nachhaltigen Bauens.

Zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen - German Sustainable Building Council (GeSBC) - zählen:

  • Behnisch Architekten
  • Werner Sobek Ingenieure Stuttgart
  • sauerbruch hutton architekten
  • L2 Architekten
  • Gehl Architekten
  • Hines Immobilien GmbH
  • DU Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG
  • act aerodrome consulting team, Ingenieurgesellschaft für Flughafenplanung
  • DS-Plan AG
  • Transsolar Energietechnik GmbH
  • Ingenieurbüro Gänßmantel
  • Ingenieurbüro Trinius
  • Horst Bossenmayer
  • Ingenieurbüro Peters
  • Winter Ingenieure für Energie- und Gebäudetechnik GmbH
  • HOCHTIEF AG
  • HafenCity Hamburg GmbH
  • Kastell GmbH
  • Alcan Singen GmbH
  • Sapa Building Systems GmbH
  • Eternit AG
  • Foamglas GmbH
  • JACKON Insulation GmbH
  • Freudenberg Bausysteme KG
  • HeidelbergCement AG
  • BWM Dübel + Montagetechnik GmbH
  • Interface Deutschland GmbH
  • BuildDesk GmbH
  • bauperformance GmbH
  • CalCon Holding GmbH
  • Five Winds International
  • GfÖB - Gesellschaft für Ökologische Bautechnik
  • PE INTERNATIONAL GmbH
  • Prösler Kommunikation
  • Leinemann & Partner
  • Harry Hirsch Consult
  • Universität Stuttgart
  • Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
  • AUB Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt e.V.
  • Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V.
  • Vereinigung der Prüfingenieure in Baden-Württemberg
  • Ingenieurkammer Baden-Württemberg

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