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Dämmstoff aus Recycling-Glas: alterungsbeständig, schädlingsresistent, unbrennbar

(17.10.2007) Einfach zu handhaben und günstig im Preis - so versteht sich Technopor Glasschaum-Granulat als Alternative zu den herkömmlichen Baustoffen zur Wärmedämmung:  Der mineralische Dämm- und Leichtbaustoff ...

  • wird aus Recycling-Glas hergestellt,
  • dämmt gegen Hitze, Kälte und Feuchtigkeit ab,
  • bietet hohe Tragfähigkeit,
  • ist alterungsbeständig, schädlingsresistent sowie unbrennbar,
  • soll wärmebrückenfreies Bauen ermöglichen und
  • lässt sich rationell einbauen.

Zur Herstellung wird das gesammelte Glas-Material zu Glasmehl vermahlen und zusammen mit einem natürlichen Blähmittel aufgebacken - ähnlich einem Kuchenteig. Bei der anschließenden schnellen Abkühlung zerbricht das Material in etwa fünf Zentimeter große Stücke - dem Glasschaum-Granulat:


Das Granulat hat eine fachwerkartige Struktur mit hoher Porendichte und vereint die physikalischen Eigenschaften von Glas und Luft. Der Aufbau der geschlossenen Zellen und die Konsistenz des Materials bewirken die Beständigkeit gegen Alterungsprozesse und Frost sowie gegen chemische und biologische Einflüsse. Die Dämmwirkung entsteht durch die vielen entstandenen Hohlräume und die darin eingeschlossene Luft. Daraus ergibt sich auch, dass die lose Schüttung ein sehr geringes Gewicht von 130 bis 170 kg pro Kubikmeter aufweist.

Dämmung unter der Bodenplatte

Das hochbelastbare Technopor Glasschaum-Granulat wird je nach gewünschtem Dämmwert in einer Lage von circa 20 bis 65 cm Stärke in die Baugrube geschüttet, verteilt und mit einer rund 50 bis 100 kg schweren Rüttelplatte verdichtet. Die Aufbauhöhe von Oberkante Rohplanum bis Oberkante Bodenplatte soll so auf ein Minimum reduziert werden können.

Der bei konventioneller Sohle-Dämmung nötige Schichtaufbau erübrigt sich: Sauberkeitsschicht, Drainageschicht und Frostriegel können entfallen. So lassen sich neben den Kosten auch zahlreiche Arbeitsschritte und mindestens zwei bis drei Tage Bauzeit sparen.

Glasschaum-Granulat soll sich laut Hersteller ideal für Passiv- und Niedrigenergiehäuser eignen:

  • Niedrigenergiehäuser benötigen im Schnitt eine etwa 30 cm hohe Schüttung mit Glasschaum-Granulat, das auf etwa 25 cm Dämmdicke verdichtet wird. Damit erreicht man einen U-Wert (Wärmedurchgangswert) von rund 0,27 W/m²K unter der Fundamentplatte.
  • Bei Passivhäusern sollten etwa 50 bis 65 cm Glasschaum-Granulat aufgebracht und auf 40 bis 50 cm verdichtet werden, was einen U-Wert von 0,18 bis 0,15 W/m²K ergibt.

Decken und Dächer profitieren von der Leichtigkeit

Auch bei der energetischen Sanierung von Altbauten lässt sich eine nachträgliche Dämmung mit Glasschaum-Granulat verwirklichen. Das Produkt könne gezielt auf die Bauweise des Sanierungsobjektes abgestimmt werden. Aufgrund des geringen Schüttgewichtes ist eine geringe Belastung der Deckenkonstruktion gegeben. So bietet sich das Material auch zur Dämmung von Flachdächern an. Mit der losen Schüttung erreiche man zudem eine problemlose Anpassung an Dachdurchdringungen - z.B. Dachgullys, Lichtkuppeln oder Kamine.

Glasschaum-Granulat gehört zur Baustoffklasse Euro A1 und ist somit nicht brennbar. Die anorganische Schüttung ist beständig gegen Alterung, Verrottung, Schrumpfung und Ungeziefer. Obwohl das Material sehr leicht ist, habe es - so der Hersteller - auch eine hervorragende schalldämmende Wirkung.  Und im Vergleich mit herkömmlicher Wärmedämmung seien durch den raschen Aufbau schon bei den Einbau-Kosten Einsparungen in Höhe von bis zu 20% möglich.

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