Holzschutz: Richtige Holzkonstruktion ist das A und O
(13.5.2008) Das Holzobjekt im Außenbereich ist fachgerecht beschichtet, die besten Produkte für den Anstrich verwendet - trotzdem treten nach kürzester Zeit Holzschäden auf. Der Grund: die falsche Konstruktion. Schon beim Bau muss sichergestellt sein, dass verbautes Holz vor permanenter Durchfeuchtung geschützt ist. Denn es soll weder Nährboden für Schimmel und Fäulnis bilden, noch sich durch starkes Schwinden und Quellen verformen.
Auch nachträglicher chemischer Holzschutz und Beschichtungen beheben konstruktionsbedingte Schäden nicht dauerhaft. Holzschutzexperten - z.B. von Gori - empfehlen daher: Der Profi sollte vor Beginn eines Beschichtungsjobs das Holzobjekt auf den richtigen baulichen Holzschutz hin beurteilen, denn mit dem ersten Pinselstrich ist er als Fachmann verantwortlich und in der Gewährleistungspflicht.
Holzschutz beginnt im Außenbereich mit der richtigen Konstruktion. Sie ist das Wichtigste, vor allem bei tragenden Holzbauteilen. Das Holz muss so verbaut sein, dass seine Feuchtigkeit nicht dauerhaft über 20 Prozent liegt. Dies lässt sich sicherstellen, indem ...
- waagerechte Holzoberflächen vermieden werden;
- abgeschrägte Holzoberflächen eine Neigung von mindestens 15 Grad haben, damit Wasser schneller abfließt und nicht in das Holz eindringt;
- Flächen an der Unterseite von Holzbauteilen nach vorne spitz zulaufen, damit Wasser an der Kante abtropft und nicht von unten in das Holz hineinziehen kann (Stichwort "Tropfkante");
- Kanten generell mit einen Radius von mindestens zwei Millimeter gebrochen sind;
- eine ausreichende Überdachung von mindestens 80 bis 100 Zentimeter Schutz vor direkter Wetterbeanspruchung bietet;
- Pfostenschuhe das Holz vor aufsteigender Feuchtigkeit schützen (20 bis 30 Zentimeter Abstand vom Erdreich);
- Hirnholz, Zapflöcher und Schraubenlöcher besonders vor Feuchtigkeit geschützt sind;
- das Holz durch Wasserabläufe vor Staunässe geschützt wird;
- die Luftzirkulation hinter Verbretterungen gewährleistet ist.
Konstruktion verbessern und regelmäßig inspizieren
Wenn durch die falsche Konstruktion entstandene Schäden behoben sind, gilt es die Konstruktion zu verbessern, damit die Schäden nicht in kürzester Zeit erneut auftreten. Dies lässt sich zum Beispiel durch hinterlüftete Metallabdeckungen, Schiefer-Fassadenabdeckungen oder Abfließwannen bewerkstelligen. Ist für den optimalen baulichen Holzschutz gesorgt, kommt für viele Hölzer eine Imprägnierung gegen Bläue - wie zum Beispiel Gori 17 oder Gori 28 - zum Einsatz, bevor eine Endbeschichtung mit Holzfarben oder -lasuren abschließenden Schutz vor der Witterung bietet. Nach der Beschichtung empfiehlt sich, das Objekt regelmäßig zu inspizieren und Schäden frühzeitig auszubessern, um größere und teurere Schäden zu vermeiden.
siehe auch für weitere Informationen:
jüngere Beiträge, die auf diesen verweisen:
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- Neuer Musterausschreibungstext für Außenwandbekleidungen aus Holz (5.6.2007)
- Fachregeln "Außenwandbekleidungen aus Holz und Holzwerkstoffen" erschienen (17.11.2006)
- Weka-Fachbroschüre "Schadensfälle im Holzbau II" erschienen (26.7.2006)
- Fassaden aus Holz werden bei Architekten und Bauherren immer beliebter (10.7.2004)
siehe zudem:
- Holzbau, Holzschutz, Fassadenverkleidung und Holzfenster auf Baulinks
- Literatur / Bücher zu den Themen Fassade, Holzschutz und Holzbau bei Amazon.de
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